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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Der Richterheld Ehud.

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Auch sie mußten dem moabitischen Könige alljährlich Huldigungs-geschenke überbringeu. Sie ertrugen die Demüthigung eine längereZeit (achtzehn Jahre). Moabiter wurden in das diesseitige Landals Besatzung der Städte gelegt. Aus der Palmenstadt (Zoar) ver-jagte Eglon die Israeliten und besetzte sie mit Moabitern fl. Endlichentstand in dem winzigen Stamm Benjamin ein Volksretter,- Ehud ausder Familie Gera, wahrscheinlich aus derStadt Gebafl. Er wagte abernicht, die Leidensgenossen zu offenem Kampfe gegen die Moabiteraufzurufen; erst mußte ihr König beseitigt werden. Ehud ließ sich zudiesem Zwecke als Abgeordneter des Volkes zur Ueberbringuug derHuldiguugsgeschenke zu Eglon senden, oder es lag ihm, als Glied einervornehmen Familie, dieses Geschäft ob. In der Hauptstadt Moabs an-gekommen, erbat er sich von Eglon eine geheime Unterredung, stieß ihmdabei aber unversehens ein kurzes Messer in den Leib, verschloß dieThür des Gemaches hinter sich und entfloh. Ehe die Diener Eglonsund die Moabiter dessen Tod gewahr wurden, hatte Ehud den Jordanüberschritten. Dann erst rief er die Benjaminiten und Ephrai-miten zum Kampfe auf, sorgte dafür, daß die Fürthen des Jordansbesetzt wurden, -um den Moabitern, welche diesseits in den Städtenhausten, die Flucht abzuschneiden und besiegte sie diesseits des Jordan(es heißt, 10000 Mann tapferer Krieger). Seit der Zeit hattenwenigstens die diesseitigen Stämme lange Ruhe vor Moab.

Dafür begannen Reibungen auf einer andern Seite, die imersten Augenblick kleinlich waren, aber mit der Zeit eine größereTragweite erhielten. Die Philister, auf Vergrößerung ihres Gebietesangewiesen, fingen an, Angriffe auf das Gebiet der Nachbarstämme,wohl Dan und Benjamin, zu machen. Eine Streifschaar von 600Mann überfiel die an der Grenze gelegenen Städte und Dörfer,Plünderte nach damaliger Gewohnheit die Bewohner und führteGefangene fort. Dieser Schaar gegenüber setzte sich ein Held

h Vergl. Frankel-Graetz, Monatsschrift, Jahrg. 1872, S. 138 fg. daß untervinsnn -ns w-ni nicht Jericho, sondern Zoar verstanden sein kann, wn be-deutet austrciben und mit einer anderen Bevölkerung besetzen. Vergl. Jerem.49, 1 Ilern -n NX LN1 S1-I2.

fl x-n ^ -nnx wie XNÄ sv 1 L 2 W war nicht Sohn Gera's, sondern aus derbenjaminitischen Familie dieses Namens, Genesis 46,21; Chronik 1,8,3; -nnx istübrigens gleich -nn-mx, wie itr-'ix aus -arn-x entstanden ist. Ehud ist also identischmit dem benjaminitischen Abihud oder Achud -nnx in der Chronik das. S. Note 5.