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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Um das Andenken an ihren Stamm zu erhalten, nannten die aus-gewanderten Dankten die neuerbaute Stadt Dan^). Die Sidonicrdachten auch später nicht daran, einen Rachezug gegen die eroberndenDaniten zu unternehmen. Nur die Jdumäer, Philister und Moabiterhandelten einmüthig, wenn es galt, die israelitischen Nachbarn zuschädigen und zu unterdrücken.

Fast noch mehr Bedürfniß nach ruhigen und friedlichen Zu-ständen empfanden die israelitischen Stämme, wenn sie sich dermühseligen Wanderung durch die Wüste erinnerten. Diesem Bedürf-nisse brachten sie große Opfer, und nicht selten gaben sie aus Fremden-liebe das Interesse der Bruderstämme Preis. Um den freundlichenVerkehr mit den Nachbarn zu unterhalten und gewissermaßen Gewährfür die Zukunft zu bieten, gingen sie Ehebündnisse mit ihnen ein,d. h. Väter gaben ihre Töchter kanaanitischen Männern zu Frauenund führten für ihre Söhne kanaanitische Mädchen ins Zelt. SolcheMischehen kamen wohl meistens unter den Grenzstämmen vor, dieeinen friedlichen Verkehr als Grundbedingung für ihren Fortbestandbetrachteten, unter den Stämmen Ascher, Naphtali, Zebulon undbesonders unter dem fast in Unterthänigkeit lebenden Stamme Jsaschar,ferner unter den Daniten, dem Stamme Jehuda^) und noch mehrunter den jenseitigen Stämmen, welche mit deir-stammverwandtenMoabitern und Ammonitern regen Verkehr hatten. Eine Ver-schwägerung mit den Heiden galt damals noch nicht als verpönt.Weniger Fälle von Mischehen kamen wohl unter den abgerundetenStämmen vor, unter Ephraim, Manasse und Benjamin, und nochweniger unter dem Stamm Levi, der überhaupt in sich abgeschlossenlebte. Von der Verschwägerung mit den benachbarten Heiden biszur Theilnahme an ihrem götzendienerischen Cultns war nur einSchritt. Die Eingeborenen hatten bereits Opferstätten und Wall-sahrtsplätze, an die sich dem einfältigen Verstände zusagende Mythenknüpften. Größere Berge und liebliche Thäler am Fuße derselbenim Gebiete der Israeliten hatten bereits einen geheiligten Charakter.Der Berg Karmel galt von jeher für heilig, und heidnische Priester

-j Josua 19, 47; Richter 18, 2729.

2) Richter 3, 6i Man erinnere sich, daß Simjon ohne Skrupel philistäischeFrauen nahm, ferner, daß der judäische Feldherr Amascha von einem heid-nischen Vater stammte (Samuel II, 17, 25; Chronik I, 2,17). David heirathetedie Tochter des Königs Talmai von Geschur, und gar erst Salomo!