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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Philister und Jdumäer.

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hüpften über dieselbe^). Die weibliche Ergänzung Dagons warselbstverständlich Astarte, führte aber auch den Namen TirataiTirghata, Atergatis, verstümmelt Derketo)^) in der Bedeutungvon Pforte, Spalte, worin jedenfalls etwas Unzüchtiges lag.Auch die Göttin Tirata hatte Menschen- und Fischgestalt, die Letztere,als Symbol der Fruchtbarkeit; ihr Tempel stand nicht weit vonAskalon. Auch einen Heilgott verehrten sie, dessen Tempel undOrakel in Ekron war, unter dem Namen Baal-Zebub (Belsebul).Die Religion der Philister lief ebenfalls auf Verirrung und Unzuchthinaus. Unter ihnen gab es viele Wahrsager, Tagewähler oderWolkenschauer jNsonsnim) genannt, welche die Zukunft ausgewissen Zeichen verkünden 3).

In der östlichen Nachbarschaft der Philister waren Oasen voneinem kleinen Stamme der Geschnitten^) bewohnt, wahrscheinlicheinem Zweige der Jsmaeliten, von dessen Eigenheit wenig bekanntist. Noch weiter östlich hausten die Amalekiter in der Gegend derStadt Kadesch3), die den Israeliten ans dem Wüstenzuge Uubildezugefügt hatten (o. S. 35). Es war ein wanderndes und räuberischesVölkchen, das stets feindlichen Sinnes gegen die Israeliten war.Die Sitten der Amalekiter, wie überhaupt der Stämme, die zwischender philistäischen Küste und dem tobten Meer in der NachbarschaftAegyptens ansässig waren, sind völlig unbekannt. Ihre Götzenebenfalls männlich und weiblich dargestellt sollen Urotal undAlilatb) (Lilit?) geheißen haben; mit denselben war Wohl nichtminder ein unzüchtiger Cultus verknüpft.

Weniger kamen die Israeliten mit den Jdumäern sEdomitern)in Berührung. Das Gebiet der Letzteren erstreckte sich von demGebirge Seir bis zum Meerbusen des rothen Meeres. Auf dem-selben mögen sie frühzeitig Schiffahrt und Handel nach Arabienbetrieben haben. Ihr Gebirge enthielt Erze und auch Gold, undsie verstanden es auszubeuten?). Die Jdumäer galten im Alterthnmtz Samuel I, 5, 5; Zephanja 1, 9.

2) Bergl. über die lichtvolle Etymologie von ^tsi'gutis und vorüsto,eigentlich rrNL'iN, Movers a. a. O. S. 524 fg.

3) Jesaia 2, 6.

i) Bergl. Note 17.

S. Note 4 und Note 10.

Herodot III, 8.y Bergl. o. S. 51 Anmerk.

Graetz, Geschichte der Juden. I. 7