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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

abgerundetes Gebiet, sondern wohnte zerstreut unter den Phöniciern i).Seine Hauptstadt war Misch al am Gebirge Karmel und amMeer, wo später die Hafenstadt Haifa (Khaifa, Hefa) entstand2),aber die Ascheriten konnten es nie dahin bringen, die nahe darangelegene wichtige Hafenstadt Akko zu erobern. Der Stamm Naph-tali mit dem Vororte Kade sch war ebenfalls von kanaanitischerVölkerschaft umgeben 2 ). Der Stamm Zebulon hatte ursprünglichseine Wohnsitze vom Berge Thabor^) nordwärts, und auch er warvon kanaanitischer Bevölkerung umgeben. Später erst brachte esdie Tapferkeit der Zebuloniten dahin, daß sie sich bis an die Küsteausdehnen konnten. Der Stamm Dan, der am stiefmütter-lichsten behandelte so. S. 68), war von Emoritern von allenSeiten umringt und hatte nur wenig eigenes Gebiet, kaum eineneigenen Hauptort (etwa Eltheke). Die von den Uebrigen völlig

getrennten Stämme Juda und Simeon wohnten noch mehr unter-mischt unter fremden Völkerschaften und zwar unter solchen, welchedas Hirtenleben mit dem der Wegelagerer vertauschten. Wie schonerwähnt, bildeten die Jebusiter, welche so mächtig waren, daß nichteinmal der Versuch gemacht wurde, sie anzugreifen, eine Scheide-wand zwischen diesen beiden südlichen Stämmen und den nörd-lichen. Erst mit der Eroberung des starken Jebus (später Jerusalem)konnten die von einander getrennten Stämme einander die Handreichen.

Wenn Josua in seinen alten Tagen mit Freude erfüllt war,daß die Verheißung Gottes an die Erzväter in Erfüllung gegangenwar, so war diese Freude nicht ungetrübt. Wie öfter im Leben derEinzelnen und Völker verwirklichte sich auch diesmal die Hoffnungganz anders, als sie geträumt war. Das Land gehörte allerdingsden Söhnen Israels; aber es gehörte ihnen kaum halb, und der er-rungene Besitz konnte bei kraftvoller Verbindung der zurückgebliebenenUrbewohner ihnen wieder entrissen, und sie wieder in die Heimath-losigkeit zurückgetrieben werden. Das Unvollendete seines Werkesmuß Josua in seinen letzten Stunden mit Besorgniß erfüllt haben.

i,' Der Ausdruck Richter 1, 3132: vnpv ist wohl

zu beachten. Er will sagen: die Kanaaniter blieben die Hauptbcvölkerung.

2) S. Note S.

s- Richter 1, 33.

4) S. Note 5.

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