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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Das Gebirge und die Landgürtel.

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Durch dieses eigenthümliche Gebilde des Landes entsteht eineMannigfaltigkeit, welche nicht bloß auf die Erzeugnisse des Bodenseinwirkt, sondern auch auf die Charakterbildung der Menschen Einflußübte. Von Nord nach Süd ist das Land in drei Gürtel eingetheilt.Der breite Gebirgsgürtel nimmt die Mitte ein, die NiederungsSobspbslab), den Westen bis zum Meere und die Auen (LbLbar,^radot) den Osten bis zum Jordan. Jndeß ist diese Dreitheiligkeitnur in der Mitte und nach dem Süden zu bedeutend, im Nordendagegen nimmt sie bis zur Unmerklichkeit ab. In der Niederungist das Klima mild, im Gebirge in der Regenzeit rauh und in derheißen Jahreszeit gemäßigt, in der Jordanaue den größten Theildes Jahres heiß.

Der Hermon fällt gegen Süden Plötzlich von hohen Felsblöckenvon Kalkstein in ein Tiefthal ab,die Tiefspalte des Libanons" *).Dieses Thal war ehemals eines der fruchtbarsten des ganzen Landes,auch mit Waldungen geschmückt, und bietet noch gegenwärtig einenmalerischen Anblick dar. Wegen seiner Fruchtbarkeit wurde dieserFleck, woraus die Gewässer des Jordans sich sammeln, von denKanaanitern als Heiligthum verehrt und ihrem Glücksgotte (Baal-Gad, Baal-Hermon) geweiht, und auch noch in späterer Zeitwar hier dem griechischen Waldgotte Pan ein Tempel gewidmet(Paneas, jetzt Banias). Aus Felsen und Schluchten entspringenund rauschen hier Quellen, die den Ursprung des Jordans bilden,und stürzen sich über Felsblöcke als Wasserfälle hinab. Hier istdas Land des Jordan und Hermon, wo eine Wasserfluth derandern zuruft", von wo aus auf einem niedrigen Berge ein Psalm-dichter seine Seele in Trauer über die Zerstörung und Schändungder Heiligthümer ergoßt).

Wie der Libanon Ausläufer nach dem Westen des Jordan,so sendet der Hermon solche nach dem Osten desselben aus, unddiese bilden die Höhen jenseits des Jordan, die sich zuerst östlichvom Harfensee zu einer Tafellandschaft verflachen, dann sich

i> Josua 11,17. 12, 7.

-> Ps. 42, 7. 'p-ldr-o kann nur das Tiefthal am Fuße des

Hermon (bei Banias) sein. Daß nicht der Hormon winor ist, ist gegen-

wärtig anerkannt: aber der Plural weist nicht ans zwei Kuppen hin, sondern dasist dittographirt vom folgenden -ir'L« ^nri, worunter das Castell oder, der0^05 zu verstehen ist.