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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

haben; aber selbstisch, wie dieser war, hatte er ihnen ein unsicheresund schwer zu behauptendes Gebiet überlassen, im Südwesten seinesAntheils, oder richtiger einen kleinen Theil vom benjamitischenKreise. Sie sollten die Niederung oder die Ebene Saron bis zumMeere erobern und sich dort ansiedeln. Aber die Emoriter ver-hinderten Dan's Ansicdlung in dieser Gegend und drängten ihn,sich auf das Gebirge zurückzuziehen, und hier gestatteten ihm dieEphraimiten und die benachbarten Benjaminiten keine festen Wohn-plätzei). So mußte Dan lange ein Lagerleben führen; westlichvon Kirjat Jearim hat ein Landstrich davon den Namen erhalten,das Lager Dan2). Wegen dieser Einschränkung in enge Grenzenmußte ein Theil der Daniten später auswandern, uni weit imNorden Wohnsitze aufzusuchen.

Die Eroberung des größten Theiles des Landes war so raschvor sich gegangen, daß sie den Mitlebenden und der Nachwelt alsein neues Wunder erscheinen mußte. Kaum ein halbes Jahrhundertvorher waren die Israeliten von der Grenze zurückgeschreckt bei derNachricht der Kundschafter, daß die Bewohner des Landes zu starkwären, um besiegt werden zu können. Nun waren diese so sehrgefürchteten Völkerschaften vor den Israeliten in solchen Schreckengerathen, daß sie größtentheils widerstandslos ihre Besitzungen auf-gaben, und wo sie sich zur Wehr gesetzt hatten, niedergeworfenwurden. Die Ueberzeugung prägte sich daher dem Volke ein, daßGott selbst vor den Schaaren der israelitischen Krieger einher ge-zogen wäre und ihre Gegner in Verwirrung gesetzt und zerstreuthaben. Die Poesie faßte die weitläufige Eroberung und Besitznahme,in einem schönen Liede zusammen:

Gott, mit unsern Ohren haben wir's vernommen.

Unsere Vorfahren haben's uns erzählt,

Daß du Wunder gethan in ihren Tagen,

In den Tagen der Vorzeit,

Daß du mit deiner Hand Völker vertrieben und entwurzelt,Nationen übel zerschmettert und ansgewiesen.

Denn nicht mit ihrem Schwerte haben sie das Land erobert,

h Richter 1, 3435; vergl. 18, 1; Josua 19, 41 fg.2) Richter 18, 12; 13, 25.