©od) immer mürben »or bem Stltar beä heiligen SKatcuä SQlefTettgelefen für bie ©ccle beä alten Slntonio. ©oran mar unter ben©ricjlern ber gute Karmeliter, meldjer nicht an ©tübigteit nochjunger bacf)te, in ber frommen ©egterbe, bie ©ienfte ber Kirchegunt ©eften eineä ©ianneä ju verrichten, »on beffen ©djicffal manfaft fagen tann, baß er Slugengeuge gemefen. ©odj blieb fein ®iferin bicfem Slugenblicfe bet Slufregung Silier unbemcrft, nur nicht©enen, beten ©efdjäft eä mar, jebeä auffatlenbere ©enel)men, jebenungeroöhnlicheu Umjlanb argmöhnifdj ju belauern. Sllä ber Karsmetiter fich enblicf) rnnn Slltare entfernte, furg ebe bie Seiche meg*getragen mnrbe, fühlte er fiep Ieife am Stermel feines Kleibeä fort«gegogen. @r folgte bet ©emegung uttb befatib fid) aläbalb gmifepenben ©äulen ber bunften Kirche (infam einem greinben gegenüber.
„©ater, ©u Ijafi manchem ©terbenben bie Slbfolution ertheilt!"fagte ber anbere mehr mit guoetjlcStlichcm, alä mit fragenbem Sone.„®ä iji bie ©(ließt meincä heiligen Slmteä, mein ©of)n."
„©et Staat mirb ©eine ©ienjle anerfeunen. ©Jan mitb ©einerbebftrfen, fobalb bie Seiche biefeä gifdjcrä Beerbigt iji."
©er ©tönd) fdjauberte, aber fiel) »erbeugenb, fenfte er feinbleidjeä ®eßd)t gum 3eiche«, bajj er bereit fei), feine ©fließt gn et*füllen. 3n biefem Slugenblicfe matb ber Seidjnant aufgehoben, unbbie ©rocefjion begab fiel) hinauä auf bie ©iagga. Suerji gingen,mie gemühnlich, bie Saienbrüber ber Katt)ebrale. Sann folgten biesjenigen, mcltfje bie erforberlidjen @ebete abfangen. Unter ihnennapni ber Karmeliter eilig feinen ©laß. hierauf fam bie Seiche,aber nicht in einem ©arge, benit biefen Suruä bei ber Seerbigungfennen auch heutigen Staliener auä bem ©taube beä alten Sin*tonio noch nicht. ®ie Seiche mar mit ben Seiertagätleibern eineägifcherä angethan; hänbe unb güße maren naeft; ein Kreug lagauf bet ©ruft; bie grauen haare flatterten im Sßinbe; unb baä©efpenftige beä ©obeä marb furchtbar gehoben burd) einen an ben©Junb gelegten ©lumenfltauß. ©ie ©ahrc mar reich an ©ergolbuitgSer SJtaoo. 28