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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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^ ihre Entschlossenheit aufbietend, fuhr sie mit einem Angesicht, in

! welchem flammende Rothe und Bläffe mit jedem Athemzuge wechsel-

ten, fort:sagt mir denn, Wildtödter, ob nicht vielleicht etwas Leicht-fertiges, was Henry March von mir gesagt, Einfluß ans EureGefühle gehabt haben mag?"

Die Wahrheit war Wildtödters Polarstern, den er immer imAnge behielt; und es war ihm beinahe unmöglich, das Aussprechenj derselben zu vermeiden, selbst wenn die Klugheit Schweigen gebot,

j Judith las seine Antwort in seinem Angesicht; und mit einem

: Herzen, das beinahe brach durch das Bewußtseyu unverdienten

j Unrechts, winkte sie ihm ein Lebewohl zu, und begrub sich t» den

Wäldern. Einige Zeit war Wildtödter unschlüssig, was er thunsolle, am Ende aber wandte er seine Schritte rückwärts, und schloßsich an die Delaware» wieder an.: J dieser Nacht kampirten diedrei an den ober» Wassern ihrcb Stromes, und am folgendenAbend langten sie in dem Dorfe des Stammes an; Chingachgookund seine Verlobte im Triumph, ihr Begleiter geehrt und bewun-dert, ^aber mit einem Kummer, welchen zu vertilgen es Monateder rüstigsten Thätigkeit brauchte^

" Der Krieg, der damals begonnen, war heftig und blutig.

Der Delawarenhäuptling stieg in seinem Volks sso/hoch empor, daßsein Name nie ohne Lob und Ruhm genannt wurde; während einl neuer llnkas, der letzte seines Stammes, der langen Linie von

Kriegern sich anschloß, welche diesen ausgezeichneten Namen trugen.Wildtödter/seinerseits, unter dem ^obriguot Falkenauge', machteseinen Ruf weit und breit bekannt, bis das Krachen seiner Büchseden Ohren der Mingos so furchtbar wurde, wie die DonnerManitou's. Seine Dienste wurden bald von den Officieren deri Armee in Anspruch genommensünd er schloß sich im Feld insbeson-

j dere au Einen an, mit dessen späterem Leben er in einem engen

und wichtigen Verhältniß stand.

Fünfzehn Jahre waren verstrichen, ehe Wildtödter wieder