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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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und ich hätte ihr die Füße küssen können, ihre Vergebung zuerlange». Ich glaube, es ist so bei allen Sterbenden; doch, wennich mich besinne, so erinnere ich mich nicht, solche Empsindungenbei Vater gehabt zu haben."

Judith stand auf, verhüllte ihr Gesicht in ihrer Schürze, undweinte. Eine lange Panse von mehr als zwei Stundentrat nun ein, wahrend welcher Warley verschiedene Male in derCajüte aus- und cinging; es war ihm sichtlich unbehaglich,wenn er weg war, und doch vermochte er nicht zu bleiben.Er ertheilte verschiedene Befehle, welche seine Leute sofort vollzogen;und es war eine unruhige Bewegung unter der Truppe, zumalda Mr. Craig, der Lieutenant, mit der unangenehmen Pflicht, dieTodten zu beerdigen, fertig geworden war, und von der Küste umInstruktionen nachsuchte, und zu wissen verlangte, was er mitseinen Leuten thun solle. Während dieser Zeit schlief Hetty einwenig ; und Wildtödter und Chingachgook verließen die Arche, umsich mit einander zu besprechen. Aber nach Vcrfluß der genanntenFrist trat der Wundarzt auf die Plattform; und mit einer Gemüths-bewegung, die seine Camcraden noch nie au einem Mann vonseiner Art und seinem Beruf gesehen hatten, kündigte er an, daßdie Leidende ihrer Auflösung rasch entgegen gehe. Auf diese Nach-richt hin versammelte sich die Gruppe wieder; die Neugier, Zeugeneines solchen Todes zu sehn, dero auch ei» edleres Gefühl,zog Männer, die erst vor so kurzer Zeit handelnd aufgetreten beieiner Scene, welche dem Anschein nach von so unendlich wichtigeremInteresse war nach jener Stelle. Judith hatte inzwischen vorBetrübniß jede Thätigkcit aufgegeben; und Hist allein besorgte diekleinen Dienste weiblicher Aufmerksamkeit, welche am Krankenbetteso sehr am Platz sind. Bei Hetty selbst war keine andere sichtbareVeränderung eingetreten, als jene allgemeine Schwäche, welche dasHerannahen der Auflösung verkündigte. Was sie von Geistes-