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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Englisch sprach,ich nicht Gefangnen fragen. Er ermüdet; derRuhe bedürfen. Ich frage meine Tochter mit dem schwachen Geist.Sie die Wahrheit sprechen. Kommt her, Tochter; Ihr antworten.Euer Name Hetty?"

Ja, so nennt man mich," antwortete das Mädchen,obwohler in der Bibel Esther geschrieben ist."

Es ihn auch in die Bibel schreibe»! Alles in die Bibelschreiben. Einerlei was ihr Name?"

Der ist Judith, und er ist so in der Bibel geschrieben, ob-gleich der Vater sie manchmal Jude nannte. Das ist meineSchwester Judith, Thomas Hutter's Tochter; Thomas Hutter's,/den Ihr Bisamratze nanntet, obgleich er keine Bisamratze war,sondern ein Mensch wie Ihr er wohnte in einem Haus aufdem Wasser, und das war genug für Euch!"

Ein trinmphirendes Lächeln blitzte über das hartgefurchtdGesicht des Häuptlings, als er sah, wie vollständig ihm der Ver-such gelungen, die wahrheitsliebende Hetth zum Sprechen zu bringen.Judith selbst, im Augenblick, wo ihre Schwester befragt wurde,erkannte, daß Alles verloren war, denn kein Winken, kein Bittenselbst, hätte das redlichgestnnte Mädchen vermocht, eine Lüge zureden. Daß der Versuch, eine Tochter der Bisamratze den Wilde»als eine Fürstin oder als eine vornehme Dame auszugeben, miß-lingen mußte, wußte sie; und sie sah ihren kecken und sinnreichenEinfall zur Befreiung des Gefangnen durch eine der einfachstenund natürlichsten Ursachen, die man sich denken konnte, scheitern.Sie richtete daher ihr Auge auf Wildtödter, ihn gleichsam anstehend,sich der Sache anzunehmen, um sie Beide zu retten.

Es wird nicht gehen, Judith," sagte der junge Mann, aufdiese stumme Aufforderung antwortend, die er wohl verstand, aberals fruchtlos erkannte; es wird nicht gehen. Es war eine keckeIdee, und passend für eine Generalsfrau; aber der Mingo dort"Rivenoak hatte sich in einige Entfernung zurückgezogen, so daß er