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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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dem schimmernden Atlaß, und den reichen Spitzen mehr Ehregebracht hätte», als das schöne Wesen, deren Person er jetztschmücken half.

Die Wirkung einer solchen Erscheinung war nicht übel berech-net. Im Augenblick, wo Judith sich innerhalb des Kreises befand,ward sie einigermaßen für die furchtbare persönliche Gefahr, dersie sich aussetzte, entschädigt durch den unzweideutigen Eindruck vonUeberraschnng und Bewunderung, den ihre Erscheinung hervor-brachte. Die grimmigen alten Krieger ließen ihren Lieblingsruf:,Hugh!^ hören. Die jünger» Mämier waren noch stärker hiuge-nommen, und selbst die Weiber blieben nicht zurück, ihr Wohlge-fallen durch offene Aeußerungen kund zu geben. Nur selten hatte»diese rohen Kinder des Waldes andere weiße Frauen, als von derniedrigsten Claffe, gesehen, und was Kleider betrifft, so hatte ihrAuge noch nie so viel Glanz und Schimmer erblickt. Die lustigstenUniformen von Franzosen und Engländern erschienen matt, ver-glichen mit dem schillernden Brokat: und während die seltne kör-perliche Schönheit der Trägerin die Wirkungen der Farben nocherhöhte, verfehlte der Anzug nicht, diese Schönheit noch hervorzu-hebeu in einer Art, welche selbst die Hoffnungen des Mädchensübertraf. Wildtödter selbst war ganz verblüfft, und dieß ebensosehr über das glänzende Bild, welches das Mädchen darbot, alsüber die Gleichgültigkeit gegen die Folgen, womit sie der Gefahrdes geihancn Schrittes trotzte. Unter solchen Umständen wartetenAlle ab, bis der Besuch seine Absicht erklären würde, die den Meistender Zuschauer ebenso unbegreiflich schien, wie dessen Erscheinung.

Welcher von diesen Kriegern ist der vornehmste Häuptling?"fragte Judith den Wildtödter, sobald sie merkte, daß man von ihrdie Eröffnung der Unterredung erwartete;mein Auftrag ist zuwichtig, um an Einen von niedrigerem Rang bestellt zu werden.Zuerst erklärt den Huronen, was ich sage; dann gebt mir Antwortaus die Frage, die ich gethan."