er zum nördlichen und südlichen Rand des Borsprungs geschrittenwar und in beiden Richtungen die Küste besichtigt hatte. Es waroffenbar an einen Ort gebracht worden, der ihm unbekannt undunzugänglich war, und unter Umständen, welche zeigten, daß dießdie Absicht der Wilden gewesen.
Wildtödter verstand jetzt seine wirkliche Lage besser. Er warein Gefangner auf der schmalen Landzunge, ohne Zweifel sorgfältigbewacht, und ohne andere Mittel zu entkommen, als durch Schwim-me». Er dachte wieder an dieß letzte AuSkuuftsmittel, aber dieGewißheit, daß man ihm das Canoe zur Verfolgung-nachschickenwürde, und die geringe Aussicht dieses verzweifelten Versuchs aufErfolg schreckten ihn davon ab. Am Strand stieß er auf eineStelle, wo die Büsche waren abgeschnitten und auf einen kleinen Haufenzusammengeworfeu worden. Als er einige der ober» Zweige wegnahm,fand er darunter den Leichnam des Panthers. Er wußte, daß eraufbewahrt wurde, bis die Wilden einen Begräbuißplatz fänden, woer außer dem Bereiche des Skalpirmesscrs wäre. Er blickte gedanken-voll nach dem Castell hinüber; aber dort schien Alles still und öde;und ein Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit überfiel ihn, dasden düstern Ernst des Augenblicks noch erhöhte.
„Gottes Wille geschehe!" murmelte der junge Mann, indemer bekümmert von dem Strand sich entfernte, und wieder unter dieBogen des Waldes trat. „Gottes Wille geschehe auf Erden wieim Himmel! Ich hoffte, meine Tage würden nicht so bald gezähltseyn; aber es trägt am Ende Wenig aus. Einige Winter undeinige Sommer mehr, so wäre es nach dem Lauf der Natur dochvorüber gewesen. Ach ja wohl! die Jungen und Rüstigen denkenselten an die Möglichkeit des Todes, bis er ihnen in's Angesichtgrinst, und ihnen ankündigt, daß ihre Stunde gekommen ist!"
Während dieses Selbstgesprächs trat der Jäger auf den freienPlatz, wo er zu seinem Erstaunen Hetty allein stehen sah, allemAnschein nach auf seine Zurückkunft wartend. Das Mädchen trug