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Jetzt zog Judith die Hände von ihrem Angesicht zurück, ihreThronen hatten aufgchört, und sie ließ eine so gewinnende Mieneblicken mit dem Lächeln, das sie wahrhaft strahlend machte, daßder junge Mann sie einen Augenblick mit sprachlosem Ent-zücke» anstarrte.
„Sagt Nichts weiter, Wildtödter," entgegnete sie hastig, „espeinigt mich, wenn ich höre, wie Ihr Euch selbst tadelt. Ich er-kenne meine Schwäche nur nm so besser, nunmehr ich sehe, daßIhr sie entdeckt habt; die Lehre, so bitter ich sie einen Augenblickempfunden habe, soll nicht vergessen werden. Wir wollen nichtlänger von diesen Dingen sprechen, denn ich fühle mich nicht starkgenug dazu, und ich möchte nicht, daß der Delaware, oder Hist,oder auch Hetty meine Schwäche bemerkten. Fahrt wohl, Wild-tödter! möge Gott Euch segnen und schützen, wie Euer red-liches Herz Segen und Schutz verdient, und wie ich es zuver-sichtlich hoffe!"
Judith hatte so weit wieder die Neberlegenheit gewonnen, dieeigentlich ihrer bessern Bildung, ihrem hochsiiegenden Geiste undihren ausnehmenden persönlichen Vorzüge» zukam, daß sie die sozufällig erlangte Gewalt über den andern behauptete, und wirklichjedes Znrückkommen auf einen Gesprächsgegenstand verhinderte,der eben so seltsam war unterbrochen, als seltsam eingeleitet wor-den. Der junge Mann ließ ihr ganz ihren Willen, und als sieseine harte Hand mit ihren beiden Händen drückte, widersetzte ersich nicht, sondern ergab sich in diese Huldigung so ruhig und miteiner Alles so in der Ordnung findenden Art, wie ein Fürst eine»ähnlichen Tribut von einem Untertha», oder die Geliebte von ihremAnbeter würde hingenommen haben. Die Gefühlsaufwallung hattedas Angesicht des Mädchens gerötyet und ihr ganzes Wesen er-leuchtet, und ihre Schönheit war nie strahlender, als da sie demJüngling einen Abschiedsblick zuwarf. Dieser Blick war voll ängst-licher Besorgniß, Interesses, und zarten Mitleids. I», nächsten