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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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561
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andern Welt Nichts thun als jagen und fische», obgleich sie, glaubeich, sich nicht einbildet, daß je Einer sich zum Fallenstellen ernie-drigt, was keine Beschäftigung für einen Tapfer» ist. Aber desZagenö und Fischens haben sie, nach ihrem Begriffe, Genüge unddas dazu auf den angenehmsten Jagdrevieren, und unter Wild, beidem es immer die rechte Jahreszeit ist, und das gerade flink undklug genug ist, um dem Tödter einen Reiz zu geben. So möchteich Euch denn nicht anrathen, Hist auf diese Idee zu bringen."

Hist kann nicht so sündhaft sehn, irgend dergleichen zuglauben," erwicdcrte die Andere ernst.Kein Indianer jagt mehrnach dem Tode."

Kein sündhafter Indianer, gcb' ich Euch zu; kein sündhafterIndianer, allerdings. Der muß die Munition herbcitragen, undzusehe», ohne an der Kurzweil Theil zu haben, und kochen, undFeuer anzünden, und Alles thun, was nicht Mannesarbeit ist.Merkts Euch aber jetzt: das sind nicht meine Ideen, sondern esfind Hist's Ideen, und daher, um des Friedens willen, je wenigerIhr darüber und dagegen zu Ihr redet, desto besser."

Und was sind Eure Ideen von dem Schicksal eines Indianersin der anderen Welt?" fragte Judith, die jetzt eben ihre Stimmewieder gefunden hatte.

Ha, Mädchen, Alles eher als das! Ich bin ein zu guterChrist, um solche phantastische Dinge wie Jagen und Fischen nachdem Tod zu erwarten; auch glaube ich nicht, daß ein Manitoufür die Rothhäute ist, und ein Andrer für die Bleichgesichter.Ihr findet verschiedene Farben auf der Erde, wie Jeder sehenkann; aber Ihr findet nicht verschiedene Naturen. VerschiedeneGaben, aber nur Eine Natur!"

In was unterscheidet sich eine Gabe von einer Natur? Istnicht die Natur selbst eine Gabe von Gott?"

Gewiß; das ist rasch gedacht und beifallswürdig, Judith,obwohl die Hauptidee falsch ist. Eine Natur ist die Creatur selbst;

Der Wlldlödler. Z. Aafl. Zg