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bis man zu ihnen spricht, will ich mit Euch so offen sprechen undhandeln, wie es nach meiner vollen Neberzeugung einem Mannevon Eurer großmüthigen Natur am liebsten seyn muß. KönntIhr glauben — glaubt Ihr, Wildtödter, daß Ihr glücklich sepnkönntet mit einem solchen Weibe, wie ein Mädchen, wie ich, einsgeben würde?"
„Ein Mädchen wie Ihr, Judith! Aber was hat es für einenSinn, über so Etwas zu spaßen und zu tändeln? Ein Mädchenwie Ihr, das schön genug ist, um eines Capitains Lady zu werden,und fein genug, und so viel ich verstehe, gebildet genug, kann wohlwenig geneigt seyn, daran zu denken, mein Weib zu werden. Ichdenke, junge Mädchen, welche fühlen, daß sie proper und flott sind,und wissen, daß sie schön sind, finden eine gewisse Genngthunngdarin, ihre Scherze zu treiben mit Solchen, die keines von beidensind, wie ein armer Delaware»-Jäger."
Dieß war in gutmüthigem Tone gesprochen, doch nicht ohnedaß sich ein Gefühl verrieth, welches zeigte, daß Etwas, wie ver-letzte Empfindlichkeit ihren Antheil an dieser Antwort hatte. Nichtshätte begegnen können, was in höherem Grade Judith's großmüthigeRene erregen, oder sic mehr in ihrem Vorhaben bestärken und ihrdabei zu Hülfe kommen mußte, indem so zu ihren andern Beweg-gründen und Antrieben auch noch der Sporn eines uneigennützigenWunsches: eine Kränkung gut zu machen, hinznkam, welcher Allesin eine so natürliche und gewinnende Gestalt kleidete, daß dadurchder unangenehme Zug einer ihrem'Geschlecht nicht Wohl anstehendenvorlaute» Zudringlichkeit nicht wenig gemildert wurde.
„Ihr thut mir Unrecht, wenn Ihr mir einen solchen Gedankenoder Wunsch zutraut," antwortete sie ernst. „Nie in meinem Lebenwar es mir größerer Ernst, und nie war ich bereitwilliger, bei jederVerabredung, die wir heute Nacht treffen mögen, fest zu bleiben. Ichhabe viele Bewerber gehabt, Wildtödter, — ja, kaum ist ein unver-heiratheter Jäger oder Fallensteller seit den letzten vier Jahren an