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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Sie verdiente» sie nie mehr, als jetzt, Wildtödter, und derName ist ein guter, Hetty oder ich selbst würden tausendmal lieberHetty Bumppo, oder Judith Bumppo uns neunen lassen, alsHetty oder Judith Hutter."

Das ist eine moralische Unmöglichkeit," versetzte der Jägergutmüthig,falls nicht Eine von Euch sich so weit erniedrigensollte, mich zu heirathen."

Judith konnte sich eines Lächelns nicht erwehren, als sie sah,wie einfach und natürlich das Gespräch sich eben auf den Punkt ge-wendet hatte, wohin es zu führen ihr Augenmerk gewesen war.Obwohl keineswegs unweiblich oder frech, weder in ihren Ge-fühlen noch in ihrem Benehmen, war das Mädchen doch gestacheltdurch das Gefühl nicht ganz verdienter Unbilden, aufgeregt durchdie Hülflosigkeit einer Zukunft, die keinen Ruheplatz zu bietenschien, und noch mehr beherrscht von Gefühlen, die ihr eben soneu waren, als sie sich heftig und mächtig zeigten. Die Gelegen-heit war daher zu gut, um versäumt zu werden, wiewohl sic ihremGegenstand recht auf den Umwegen und mit der vielleicht ent-schuldbaren List und Gewandtheit eines Weibes näher rückte.

Ich denke nicht, daß Hetty je heiratheu wird, Wildtödter,"sagte sie;wenn Euer Name von Einer von uns geführt werdensoll, so muß ich diese Eine seyn."

Es hat auch schöne Weiber gegeben, so sagt man mir, unterden Bumppos, Judith, vor diesen Zeiten; und wenn Ihr denNamen Euch gefallen ließet, so ungewöhnlich Ihr seyd in diesemPunkt, Solche, welche die Familie kennen, würden nicht so sehrüberrascht seyn."

Das ist aber nicht gesprochen, wie es uns Beiden geziemt,Wildtödter; denn was über einen solchen Gegenstand zwischenMann und Weib verhandelt wird, das sollte im Ernst und mitaufrichtigem Herzen geredet seyn. Der Verschämtheit vergessend,welche in de» meiste» Fällen Mädchen de» Mund schließen muß.