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des Mannes gemäß. Er versteht cs nicht besser, und daher istnicht zu erwarren, daß er besser fühlt oder besser handelt, aberJudith, ich lege es Euch an's Herz und an's Gewissen — würdetIhr, könntet Ihr von mir so vortheilhaft denke», als Ihr jetzt,wie ich hoffe und glaube, thut, wenn ich meine» Urlaub vergäßeund nicht in's Lager znrückkchrte?"
„Vortheilhafter von Euch zu denken, Wildtödter, als ich jetztschon thue, wäre nicht leicht; aber ich würde fortwährend ebensovortheilhaft von Euch denken — es scheint mir wenigstens so —ich hoffe, ich könnte es; denn eine Welt würde mich nicht verlocken,Euch zu Etwas zu veranlassen, was meine wirkliche Meinung vonEuch ändern könnte."
„Dann sucht nicht mich zur Verletzung meines Urlaubs zuverlocken, Mädchen! Ein Urlaub ist etwas Heiliges unter Kriegernund Männern, die ihr Leben in ihre» Händen tragen, wie wir inden Wäldern thun; und welch eine schmerzliche Täuschung würdees für den alten Tamenund, und Unkas, den Vater von Schlange,und meine andern Freunde im Stamme sehn, wenn ich mich ansmeinem ersten Kriegspfade entehrte? Dieß gilt, das werdet Ihrauch noch einsehen, Judith, ohne daß man ein Gewicht legt aufnatürliche Gaben und eines weißen Mannes Pflichten, Nichts zusagen vom Gewisse». Das ist König bei mir, und ich suche nieseinen Befehle» zu widersprechen."
„Ich glaube, Ihr habt Recht, Wildtödter," versetzte dasMädchen nach kurzem Besinnen und mit trauriger Stimme; „einMann wie Ihr darf nicht handeln, wie die Selbstsüchtigen undUnehrenhaften zu handeln geneigt sehn würden; Ihr müßt in der.That zurückkehren. Wir wollen denn hiervon nicht weiter sprechen;beredete ich Euch zu Etwas, das Euch nachmals leid wäre, sowürde meine Neue nicht kleiner sehn als die Eurige. Ihr solltnicht sagen dürfen, Judith — ich weiß selbst kaum recht, mitwelchem Namen ich mich jetzt nennen soll!"