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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Nnd jetzt, Wildtödter," fuhr Judith fort,seht Ihr, habe ichdie Lampe angezündet und sie in die Cajüte der Arche gestellt. Dasgeschieht bei uns nur bei großen Veranlassungen, und ich betrachtediese Nacht als die wichtigste meines Lebens. Wollt Ihr mirfolgen, und sehen, was ich Euch zn zeigen hören, was ich Euchzu sagen habe?"

Der Jäger war etwas überrascht; aber er machte keine Ein-wendungen, und bald befanden sich beide ans der Fähre, in demGemache, wo das Licht brannte. Hier standen zwei Stühle nebendem Schranke, und auf einem dritten die Lampe, und in der Näheein Tisch, um die vcrschicduen Artikel anfznnehmen, so wie sie zumVorschein kämen, s Diese Anordnung hatte ihren Grund in derfieberhaften Ungeduld des Mädchens, die keine Verzögerung ertragenmochte, welcher zn begegnen in ihrer Macht stand. Selbst alleSchlösser waren weggenommen, und es blieb nur noch übrig, denschweren Deckel aufzuheben, und die Schätze dieses langverborgnenHortes ansznlegen.

Ich sehe zum Theil, was dieß Alles bedeutet," bemerkteWildtödter,ja ich durchschaue es zum Theil. Aber warum ist Hettynicht anwesend? nachdem Thomas Hutter todt ist, ist sie Miteigcn-thümerin dieser Merkwürdigkeiten, und sollte sehen, wie man sieeröffnet nnd was man damit anfängt."

Hcttp schläft," antwortete Judith hastig.Zum Glück fürsie haben schöne Kleider und Schätze für sie keinen Reiz. Zudemhat sie mir heute Stacht ihren Antheil an Allem, was dieserSchrank enthalten mag, übergeben, daß ich damit nach meinemGutdünken verfahre."

Ist die arme Hettp hinlänglich ihrer Geisteskräfte mächtigdazu, Judith?" fragte der rechtlichgcsinnte, junge Mann.Es isteine gute Vorschrift und eine gerechte, daß man Nichts nehmensolle, wenn die Gebenden den Werth ihrer Gaben nicht verstehen,nnd mit solchen, welche Gott so schwer heimgesucht hat in ihrem