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„Die Huronen müffen den Unterschied zwischen Weißen Leutenund ihnen selbst nicht begreifen können," sagte sie, „sonst würdensie nicht verlangen, daß Judith und ich mit ihnen gehen und inihren Dörfern wohnen sollen. Gott hat ein Land den rothenMännern, und ein anderes uns gegeben. Er wollte, daß wirabgesondert für uns leben. Dann sagte auch Mutter immer, wirsollten wo möglich nur immer unter Christen leben, und das istein Grund, warum wir nicht gehen können. Dieser See ist unser,und wir wollen ihn nicht verlassen. Vaters und der Mutter Gräbersind darin, und selbst die schlechteste» Indianer bleiben gern beiden Gräbern ihrer Väter. Ich will noch einmal kommen und siesehe», wenn sie das von mir verlangen, und ihnen noch Mehr ausder Bibel vorlesen, aber des Vaters und der Mutter Grab kannich nicht verlassen."
„Das ist recht, das ist recht, Hetth, gerade so gut, als wennIhr ihnen eine zweimal so lange Botschaft schicktet," unterbrachsie der Jäger. „Ich will Ihnen Alles sagen, was Ihr gesprochenhabt und was Ihr meint, und ich stehe dafür, daß sie leicht befrie-digt sehn werden. Jetzt, Judith, kommt die Reihe an Euch unddann ist dieser Theil meines Auftrags für heute Nacht zu Ende."
Judith zeigte ein Widerstrebe», ihre Antwort zu geben, dasein Wenig die Neugier des Boten rege machte. . Nach ihrem be-kannten lebhaften Geist urthcilend, hatte er nie gezweifelt, daß dasMädchen ihren Gefühlen und Grundsätzen nicht minder treu blei-ben werde, als Hist oder Hetty; und doch war eine merkliche,schwankende Unentschlossenheit bei ihr sichtbar, die ihm einige Un-ruhe machte. Selbst jetzt, wo er sie geradezu aufforderte zusprechen, schien sic sich zu bedenken, und sie öffnete nicht eher denMund, als bis das tiefe Schweigen ihr zeigte, mit welcher Span-nung man auf ihre Worte warte. Da sprach sie zwar, aber un-sicher und mit Widerstreben.
„Sagt mir erst — sagt uns erst, Wildtödter," begann sie,