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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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die Büchse zu bekommen, als ein Anderer. Dennoch, wenn dieDinge der Vollkommenheit so sehr nahe kommen, ist cs Schade,wenn sie sie nicht erreichen."

Was wollt Ihr damit sagen? Würde sich nicht dieß Gewehrauf meiner Schulter so gut auSnehmcn, als ans der irgend einesMannes?"

Was das Aussehen betrifft, so sage ich davon nichts. Ihrseht beide gut aus, und möchtet wohl, was man ein gut aussehendesPaar nennt, machen. Aber der Hauptpunkt liegt im Thun undHandeln. Mehr Wild würde in Einem Tage durch dieß Gewehrin der Hand gewisser Männer fallen, als in der Eurigen binneneiner Woche, Hurry! Ich habe Euch die Probe machen sehen;Ihr erinnert Euch des Hirsches dieser Tage?"

Der Hirsch war außer der Wildpretjahrszeit; und Wer magWildpret schießen außer seiner Jahrszeit? Ich wollte nur dieCrealur erschrecken, und ich denke, Ihr werdet gestehen müssen, ergerieth in nicht kleine Bestürzung!"

Gut, gut, Ihr sollt Euren Willen haben. Aber das ist einherrenmäßiges Gewehr, und würde einen mit steter Hand undraschem Auge zum König der Wälder machen.";

Dann behaltet es, Wildtödter, und werdet^önig der Wälder!"sagte Judith ernst, die dem Gespräch zugehört, und ihr Auge nieabgewandt hatte von dem ehrlichen Gesicht des Jägers.Es kannnie in bessere Hände kommen, als in denen es jetzt ist, und darinwird es, hoffe ich, fünfzig Jahre bleiben!"

Judith, es kann Euch nicht Ernst sehn!" rief Wildtödter,, soüberrascht, daß er mehr Aufregung zeigte, als er sonst bei gewöhn-lichen Gelegenheiten blicken ließ.Ein solche» Geschenk könnteWohl ein wirklicher König machen; ja, und ein wirklicher Königannehmen!"

Es war mir nie in meinem Leben größerer Ernst, Wildtödter;und es ist mir ebenso Ernst mit dem Wunsch wie mit dem Geschenk."