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solchen Gegenstand zu verlieren. Doch wenn er es auch thäte, esmachte nicht viel Unterschied; aber er thut es nicht — denn erdenkt mehr an seinen Gewinn als selbst an sein eignes Wort.Meine Zusagen, oder die Enrigen, Judith, oder die von sonstJemand, die fechten ihn wenig an. Sepd daher ganz unbesorgt,Mädchen; man wird mich zurückkehren lassen gemäß dem Urlaub;und wenn Schwierigkeiten erhoben würden, so bin ich nicht in denWäldern ausgewachsen und erzogen, wenn man so sagen darf, ohnedaß ich gelernt hätte, wie ich sie überwinden könnte."
Judith antwortete eine Weile nicht. All ihre Gefühle alsWeib, — und als Weib, das zum ersten Mal in ihrem Lebenanfing jenem Gefühle sich hinzngcben, welches so großen Einffnßans das Glück oder das Elend ihres Geschlechtes übt — empörtensich gegen das grausame Schicksal, das, wie sie dachte, Wildtödtersich zuziehen würde, während das Rechtsgcfühl, das Gott in jedeMenschenbrnst gepflanzt hat, sie eine so unbezwingliche und anspruchs-lose Rechtlichkeit bewundern hieß, wie diejenige, welche der Andereso unbewußt an den Tag legte. Gründe und Zureden, fühlte sie,waren fruchtlos; auch war sie in diesem Augenblick nicht geneigt,die Würde und die sittliche Hochherzigkeit, welche in den Gesinnungendes Jägers so auffallend hervortratcn, zu schwächen durch denVersuch, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Daß noch Etwaseintreten könne, was die Nothwendigkeit dieser Selbsthinopfernngersparte, bestrebte sie sich zu hoffen; und dann erkundigte sie sichgenauer nach dem Verhalt der Sachen, um ihre Handlungsweisenach ihrer Kenntuiß der Umstände einrichtcn zu können.
„Wann ist Euer Urlaub aus, Wildtödter?" fragte sie, nachdembeide Canocs der Arche mit dem Vordertheile sich näherten, undmit kaum bemerkltchen Nudcrschlägen durch das Wasser dahinglitten.
„Morgen Mittag, — nicht eine Minute früher; und Ihrkönnt Euch darauf verlassen, Judith, ich werde, was ich eine christ-liche Gesellschaft nenne, nicht einen Augenblick früher verlassen, als