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wußten, daß die Jagd wohl heiß werden und lange dauern dürste.Wie zwei Kriegsschiffe, die sich zu einem Treffen rüsten, schienensie verlangend, zuerst das Berhältniß der beiderseitigen Schnelligkeitauszumittel», um zu wissen, wie sie ihre Kraftentwicklung vor derHauptansirengung abznstufen hätten. Wenige Minuten schonzeigten den Huronen, daß es den Mädchen nicht an Erfahrungfehle, und daß sie all ihre Geschicklichkeit und Kraft brauche»würden, um sie einznholen.
Judith hatte im Anfang der Jagd nach der östlichen Küstesich gewendet, mit einem unbestimmten Vorsatz, im letzten Nothfallzu landen, und in die Wälder zu fliehen; aber als sic sich demLande näherten, machte die Gewißheit, daß Kundschafter ihreBewegungen beobachten müßten, ihre Abneigung, diese Auskunftzu ergreifen, ganz unüberwindlich. Dann war sie auch nochfrisch und hegte sanguinische Hoffnungen, im Stande zu sehn,ihre Verfolger zu ermüden. In diesen Gefühlen leitete sie mitihrem Ruder das Canoe in etwas andrer Richtung, entfernte sichvon dem Saum von dunkeln Schierlingstannen, unter derenSchatten sie schon beinahe sich geborgen hatte, und steuerte wiedermehr der Mitte des See's zu. Dieß schien der günstige Augenblickfür die Huronen, ihre Kraftanstrengung zu machen, da sie jetzt dieganze Breite des Wassers dazu hatten, und das dazu auf demweitesten Thcile, sobald sie zwischen die Flüchtigen und das Landgekommen waren. Die Canocs flogen jetzt dahin; Judith ersetzte,was ihr an Stärke abging, durch ihre große Gewandtheit undSelbstbeherrschung. Eine halbe Meile weit gewannen die Indianerkeinen Vortheil; aber die Fortsetzung so großer Anstrengungenwährend vieler Minuten griff alle Bctheiligtcn merklich an. Hierbedienten sieh die Indianer eines Auskunftsmittels, das sie inStand setzte, je Einem von ihnen Zeit zum Aufathmen zu gönnen,indem sie mit dem Rudern abwechselten, und zwar ohne daß sie inihren Anstrengungen merklich nachließen. Judith schaute sich