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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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kleiner Feste brachte. Za war die Lage und Stellung der Parteien,als die Jagd begann.

In dem Angenblick, wo die Hnroncn so plötzlich ihren Angriffs-plan änderte», befand sich ihr Canoe eben nicht im glänzendstenZustand zn einer Schnell- und Wettfahrt. Es waren nur zweiRndexschaufelu da, und der dritte Mann war somit unnütze Ucber-sracht. Sodann glich der Unterschied im Gewicht zwischen denSchwestern und den zwei andern Männern, zumal bei so äußerstleichten Fahrzeugen, beinahe ganz den Unterschied aus, der sichans der größer» Stärke der Huronen ergeben mochte, und machteden wetteifernden Versuch in der Schnelligkeit weit weniger ungleichals er etwa scheinen mochte. Judith strengte ihre Kräfte nichteher an, als bis die größere Annäherung des andern Canoes überdie Absicht seiner Bewegungen nicht mehr zweifeln ließ, nnd dannermunterte sie Hetty, ihr mit aller ihrer Kraft und Geschicklichkeitbeizustehen.

Warum sollen wir fliehe», Judith?" fragte das schwachsinnigeMädchen;die Huronen haben mir nie ein Leid gethan, undwerden es, denke ich, auch nie thun."

Das mag so sehn in Beziehung auf Dich, Hetty, aber eswird ein ganz andrer Fall seyn mit mir. Knie nieder und sprichDeine Gebete, und dann siche auf nnd thue Dein AeußerstcS, umunsre Flucht zu fördern. Gedenke auch meiner, gutes Mädchen,wenn Du betest."

Judith sprach dieß in Kraft sehr gemischter Gefühle, erstlichweil sie wußte, daß ihre Schwester immer in Nöthen die Hülfeihres großen Bundesgenossen suchte; und dann weil in diesemAugenblick der anscheinenden Verlassenheit und Prüfung ein Gefühlder Schwäche und Abhängigkeit plötzlich über ihren eignen stolzenGeist kam. Das Gebet ward indessen rasch gesprochen und dasCanoe war bald in schneller Bewegung, doch boten beide Thcilenicht gleich bei dem Beginn alle ihre Kräfte auf, da beide gleich gut