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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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ich könne mit Recht Wildtödtcr» gleich gestellt werden. Es istwahr, ich habe mehr gelernt; bin in Einem Sinne hübscher; nndvielleicht dürfte ich nach Höherem trachten aber dann seineWahrhaftigkeit seine Wahrhaftigkeit die macht einen fürch-terlichen Unterschied zwischen uns! Nun, ich will hievon nichtweiter sprechen; nnd wir wollen auf Mittel denken, ihn ans denHänden der Hnronen zu befreien. Wir haben Vaters Schrank inder Arche, Hetty, und könnten es mit der Lockspeise weiterer Ele-phanten versuchen; aber ich fürchte, solche Spielsachen werdennicht die Freiheit eines Mannes wie Wildtödtcr erkaufen. Ichfürchte Vater nnd Hnrry werden nicht so bereitwillig seyn, Wild-tödter auszulösen, als er es war, sie ausznlösen!"

Warum nicht, Judith? Hurry und Wildtödter sind Freundennd Freunde sollten immer einander beistehen?"

Ach, arme Helth, Du kennst die Menschen wenig! Anschei-nende Freunde sind oft mehr zu fürchten, als offene Feinde, zumalvon Frauen. Aber Du sollst am Morgen noch einmal an's Land,und versuchen, was für Wildtödtcr geschehen kann. Gemartertsoll er nicht werde», so lange Judith Hutter lebt, nnd Mittelfinden kann, es zu verhindern."

Das Gespräch kam jetzt auf allerlei Punkte und spann sich fort,bis die ältere Schwester von der jüngern alle Umstände herausge-zogen hatte, welche zu behalten nnd mitzutheilen dieser ihre schwachenGeisteskräfte gestatteten. Als Judith befriedigt war obgleichman eigentlich nicht sagen kann, daß sie befriedigt worden, da ihreGefühle so mit Allem verwoben waren, was sich auf den Gegen-stand bezog, daß eine fast nicht zu stillende Neugier in ihr regegeworden war also, als Judith keine Fragen mehr zu ersinnenwußte, ohne sich nur zu wiederholen, ward das Canoe zu der Archehingerudert. Die dichte Finstcrniß der Nacht, und die tiefenSchatten, welche die Hügel und Wälder auf das Wasser warfen,machten es schwer, das Fahrzeug zu finden, da cs so nahe an der