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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Die Huronen, Judith, wissen, glaube ich, nicht, daß ich sieverlassen habe."

Wahrscheinlich nicht, denn ein Liebhaber gibt eine schlechteSchildwache ab, wenn er nicht etwa auf sein Liebchen wartet odersie bewacht! Aber sag' mir, Hetty, hast Du Wildtödter gesehennnd gesprochen?"

Oh! ja er saß am Feuer, mit gebundnen Füßen, aberdie Arme hatte man ihm freigelaffen, daß er sie bewegen konnte,wie er wollte."

Nut; was hat er Dir gesagt, Kind? Sprich schnell; ichsterbe vor Verlangen, zu wissen, welche Botschaft er mir sendet."

Was er mir gesagt hat? ha, was denkst Du, Judith! er hatmir gesagt, er könne nicht lesen! Bedenke nur, ein weißer Mannund nicht einmal seine Bibel lesen können! Er hat wohl nie eineMutter gehabt, Schwester!"

Laß das ruhen, Hetty. Nicht alle Menschen könne» lesen;obgleich unsre Mutter so Viel wußte, und uns so Viel lehrte,versteht doch Vater sehr Wenig von Büchern, und kann kaum nurdie Bibel lesen, wie Du weißt."

Oh, ich dachte auch nie, daß die Väter gut lesen könnten,aber die Mütter sollten alle lesen, denn wie können sie es sonstihre Kinder lehren? Glaube mir, Judith, Wildtödter kann nieeine Mutter gehabt haben, sonst würde er auch lesen können."

Hast Du ihm gesagt, ich habe Dich an's Land geschickt,Hetty, und daß ich so bekümmert sey um sein Unglück?" fragte dieAndere ungeduldig.

Ich glaube so, Judith; aber Du weißt, ich bin schwachsinnigund kann es vergessen haben. Ich habe ihm gesagt, Du habestmich ans Land geführt. Und er trug mir Vieles auf, was ich Dirsagen sollte, dessen ich mich Wohl erinnere, denn das Blut erstarrtemir, wie ich ihm zuhörte. Er trug mir auf zu sage», seineFreunde ich denke, zu denen gehörst Du auch, Schwester?"