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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
387
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blos gegen Unbilden und Gefangenschaft sie sicher stellte, sondernihr auch eine Berücksichtigung und Achtung verschaffte, vermögeder sie, was Bequemlichkeit betraf, völlig den wilden aber gut-müthigen Geschöpfen um sie her gleichgestellt wurde. Man gabilir eine Haut, und sie machte sich selbst ihr Bett zurecht aus einemHaufen von Zweigen, ein wenig beiseite von den Hütten. Hierlag sic bald, wie Alle um sie her, in tiefem Schlafe.

Es waren jetzt dreizehn Männer bei der Truppe, und je dreiauf einmal hielten Wache. Einer jedoch blieb im Schatten, nichtweit vom Feuer, zurück. Seine Obliegenheit war, den Gefangnenzu bewachen, dafür Sorge zu tragen, daß das Feuer nicht soaufflackerte, daß es den Platz beleuchtete, und doch es nicht ganzerlöschen zu lassen, und auf den Zustand des Lagers überhaupt einwachsames Auge zu haben. Ein Zweiter ging von einem Strandzum andern herüber und hinüber, und durchkreuzte die Basis derLandspitze, während der dritte langsam an dem äußersten Rand derKüste auf- und abschritt, um eine Wiederkehr der Ueberraschung,die schon einmal in dieser Nacht stattgesundcn, zu verhüten. DieseEinrichtung war keineswegs gewöhnlich bei Wilden, die sich in derRegel mehr auf die Heimlichkeit ihrer Bewegungen, als auf einederartige Wachsamkeit verlassen; aber sie war veranlaßt durch dieeigenthümlichen Umstände, in welchen sich die Hnronen eben jetztbefanden. Ihre Stellung war ihren Feinden bekannt, und siekonnte nicht wohl geändert werden zu einer Stunde, welche Schlafund Ruhe verlangte. Vielleicht setzten sie auch hauptsächlich ihrVertrauen auf das, was, wie sie für gewiß zu wissen glaubten,weiter aufwärts auf dem See vorging, und was, wie sie wähnten,sämmtlichen in Freiheit befindlichen Bleichgesichtern nebst ihremeinzigen indianischen Bundesgenossen alle Hände voll zu thungeben würde. Auch wußte vermuthlich Rivenoak,- daß, so langeer den Gefangenen behielt, er den Gefährlichsten von allen seinenFeinden in Händen hätte.