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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Achtzehntes Kapitel.

So starb sie. Nie wird sie erfahrenMehr Schmerz und Schmach! unfähig, daß sie träqtDie inn're Last im Lauf von Monden, Jahren,

Gleich kälter» Herzen, bis in's Grab sie legtDas Alter. Ihre Tag' und Freude» warenKurz, aber schön, wie sie da« Schicksal pflegtNicht lang zu gönnen. Doch am MecreSstrandSchläft sie nun wohl, wo sie sich gern befand.

Byron.

Die jungen Männer, die bei Hetty's plötzlichem Erscheinenans Kundschaft waren ausgesandt worden, kehrten bald zurück mitdem Bericht, daß es ihnen nicht gelungen, irgend Etwas zu ent-decken. Einer von ihnen war sogar am Strand bis an den Platz,der der Arche "gegenüber lag, hingegangen, aber die Dunkelheithatte dieß Fahrzeug seinen Blicken gänzlich entzogen. Andre hattenin verschiedenen Richtungen sich umgesehen, und überall hatten sienur die Stille der Nacht mit dem Schweigen und der Einsamkeitder Wälder vermählt gefunden.

Man glaubte daher, das Mädchen sch, wie bei ihrem erstenBesuch und in einem ähnlichen Zweck, allein gekommen. Die Iro-kesen wußten nicht, daß die Arche das Castell verlassen hatte, undes waren mittlerweile Bewegungen im Plane, wenn nicht schon inwirklicher Ausführung begriffen, welche auch das Gefühl der Sicher-heit mächtig verstärkten. Eine Wache ward daher ausgestellt, undAlle außer den Schildwachen schickten sich zum Schlafe an.

Man hatte hinlängliche Sorge getroffen, den Gefangenensicher verwahrt zu halten, ohne ihm unnöthige Leiden anzuthun,und Hetty gestattete man, sich unter den indianischen Mädchen sogut sie konnte, eine Schlafstätte zu suchen. Die freundliche Dienst-fertigkeit Hist's fand sie freilich nicht, obwohl ihr Charakter nicht.