Indianer, und die Vorsehung allein weiß, was der Ausgang sehnwird! Hört, Hetty —" und er ließ die Stimme sinken und sprachnoch heimlicher und noch mehr im Vertrauen, „Ihr seyd einwenig schwachsinnig, muß man gestehen, aber Ihr versteht Euchein wenig auf Indianer. Hier bin ich in ihren Händen, nachdemich einen ihrer muthigsten Krieger getödtet, und sie haben versucht,mich durch Furcht vor den Folgen ihrer Rache zu bearbeiten, EuernVater und Alle in der Arche zu verrathen. Ich verstehe die Spitz-buben so gut, als wenn sie Alles geradezu mit ihren Zungen her-ausgesagt hätten. Sie halten mir die Lockungen der Habgier aufder einen und Furcht auf der andern Seite vor, und glauben, dieEhrlichkeit werde zwischen beiden zu Fall kommen. Aber thutEurem Vater und Hurry zu wissen, daß es vergeblich ist, Schlangeweiß es schon."
„Aber was soll ich Judith sagen? Sie wird mich gewißwieder zurück schicken, wenn ich ihr Gemüth nicht beruhige."
„Nun, sagt Judith dasselbe. Ohne Zweifel werden die Wildenihre Martern versuchen, um mich zur Schwäche zu bringen undden Verlust ihres Kriegers zu rächen, aber ich muß mich gegennatürliche Schwäche zu behaupten suchen, so gut ich immer kann.Ihr könnt Judith sagen, sie solle sich nm mich keinen Kummermachen — es wird hart kommen, das weiß ich, sintemalen einesWeißen Mannes Gaben nicht dahin gehen, unter Martern zu prahlenund zu fingen, denn er empfindet in der Regel am wenigsten, wenner am ärgsten leidet — aber Ihr mögt ihr sagen, sie solle sichkeinen Kummer machen. Ich denke, ich werde es schon zu ertragenwissen; und sie darf sich darauf verlasse», mag ich auch noch sosehr den Gleichmuth verlieren, und ganz und gar bewähren, daßich weiß bin, durch Wimmern und Stöhnen und selbst durch Thrä-nen, — doch werde ich nie so weit kommen, daß ich meine Freundeverrathe. Wenn es daran geht, daß man mit glühenden LadstöckenLöcher in's Fleisch brennt, und den Körper zerhackt, und das Haar