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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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eivilisirten Anzugs sich zu entledigen, um wieder als indianischerKrieger daznstehe». Auf die Vorstellungen Wildtödtcr's dagegentheilte er chm den Umstand mit, daß die Anwesenheit eines India-ners in der Hütte den Irokesen bekannt seh, und daß seine Beibe-haltung der Vermummung Wohl eher Verdacht in Bezug auf seinewirkliche Absicht erwecken würde, als wenn er offen als Glied einesfeindlichen Stammes anstrctc. Als Wildtödtcr den Sachverhalterfuhr und vernahm, er habe sich getäuscht in der Voraussetzung,daß der Häuptling wirklich ganz unbemerkt in die Arche sch aus-genommen worden, willigte er mit Freuden in die Umwandlung,da weitere Versuche, die Sache zu verheimlichen, fruchtlos waren.Ein andrer Beweggrund jedoch, als er vorgab, ein gcmüthlicher,hatte den Wunsch des Indianers veranlaßt, sich als Sohn desWaldes zu zeigen. Er hatte gehört, daß Hist auf der gegenüberliegenden Küste weile: und die Natur trinmphirte so weit überalle Unterschiede der Sitten, des Stammes und Volkes, daß siediesem jungen Krieger ganz dasselbe Gefühl einflößte, das manunter ähnlichen Verhältnissen bei dem verfeinerten Stadtbewohnerwürde gefunden haben. Er fand eine milde Gcnngthnnng in demBewußtschn, daß die Geliebte ihn sehen könne : und wie er ansdie Plattform hinansschritt in seiner ärmlichen Landestracht, einApollo der Wildniß, da erfüllten hundert jener zärtlichen Phanta-sien, welche Liebenden durch den Kopf gehen, seine Einbildungskraftund stimmten sei» Herz weich.

Alles dieß war an Wildtödtcr verloren, der kein großerAdept in den Mysterien Cnpido's war, und dessen Seele weit mehrsich beschäftigte mit den Sorge», die sich seiner Beachtung auf-drangen, als mit eitel», müßigen Licbcsphantasien. Er rief daherseinen Genossen bald zur Erwägung ihrer dermaligcn Lage zurück,indem er ihn zu einer Art von Kricgsrath lud, worin sic ihrkünftiges Verfahren festsetzen wollten. In der nun folgenden Un-terredung theiltcn Beide einander mit, was Jeder bei seiner