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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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wurden stillschweigend Judith zu Füße» gelegt, als hätte sie einnatürliches Recht auf ihren Besitz. Ein paar davon, wie Hand-schuhe, oder Spitzen, nahm das Mädchen auf, und fügte sie ihremschon so prächtigen Anzug bei. anscheinend »nr wie zum Spiel, inder Thal aber in der Absicht, ihre Person so hcrauSzuputzen, wienur immer die Umstände erlaubten. Nachdem diese beiden auffal-lenden Anzüge, ,ein Männlein und ein Fräulein' so zu sagen,weggenommcn waren, trennte wieder eine Lcinwanddecke die übrigenArtikel von dem Theil des Schrankes, den jene eingenommen.Sobald Wildtödtcr diese Einrichtung bemerkte, hielt er inne, zwei-felnd, ob es angemessen scv, weiter fortzufahren.

Jeder Mensch hat seine Geheimnisse, glaube ich," sagte er:und alle Menschen haben ein Recht, sich des ihrigen zn erfreuen:wir sind weit genug in diesem Schrank hinabgckommen, ummeiner Ansicht nach, unser» Wünschen und Bedürfnissen Genügezn leisten: und es scheint mir, wir thätcn gut, nicht weiter zngehen, und dem Meister Hutter allein und seinen Gefühlen Allesunter dieser Decke zu überlassen."

Ihr meint also, Wildtödtcr, man solle de» Irokesen dieseKleider anbietcn, als Löscgeld?" fragte Judith rasch.

Gewiß, warum sonst durchstöbern wir eines Ander» Schrank,als um dem Eigenlhümer die besten Dienste nach unser» Kräftenzn leisten? Dieser Rock allein würde ganz geeignet sehn, denHäuptling der Gewürms zn gewinnen! und wenn zufällig seinWeib oder seine Tochter mit ihm ansgezogen sehn sollte, würdedieß Kleid das Herz jedes Weibes zwischen Albanh und Montrealerweichen. Ich sehe nicht, wozu wir eines weitern HandelsvorrathSbedürften als diese zwei Artikel."

Euch mag es so erscheinen, Wildtödtcr," erwiederte dasbetroffene Mädchen:aber Von welchem Nutzen wäre ein Anzugwie dieser für eine Indianerin? Sie könnte ihn nicht tragen unterden Zweigen der Bäume; der Schmutz und Rauch des Wigwam