lichkeit zu besichtigen. „Chiugachgook, das ist kein Holz ausirgend einem Walde, den Ihr oder ich je durchstreift! Es ist nichtvom schwarzen Wallnußbaum, und doch ist es ganz so hübsch, wonicht noch hübscher, wäre es nicht von Rauch und schlechter
Behandlung entstellt."
Der Delaware -trat näher, befühlte das Holz, prüfte seineTertur, suchte die Oberfläche mit einem Nagel zu ritzen, und fuhrneugierig mit der Hand über die stählernen Schlösser nnd die an-dern ihm neuen Eigcnthümlichkcitcn des seltsamen Menbles.
„Nein — Nichts wie dieses wächst in diesen Gegenden,"
fuhr Wildtödter fort: „ich habe alle Eichen gesehen, beide Nhoru-arten, die Ulmen, die Linden, alle Wallnnßbäume, die Butterunß-bäninc »nd jeden Baum, der Holz und Farbe hat, in einer oderder andern Gestalt verarbeitet! aber nie früher habe ich ein Holzwie dieses gesehen. Judith, der Schrank selbst würde Eures
Vaters Freiheit erkaufen; oder die Neugier der Irokesen ist nichtso groß, wie die der Rothhäute überhaupt, namentlich in
Holzsachen."
„Der Handel ließe sich vielleicht wohlfeiler schließen, Wild-tödter. Der Schrank ist voll und cs wäre doch besser, nur dieHälfte, als Alles hinzugebcn. Zudem, Vater — ich weiß nichtwarum — aber Vater schätzt den Schrank sehr hoch."
„Es scheint fast, er schätzt den Inhalt höher, als den Schränkselbst, nach der Art zu urtheilen, wie er das Acußcre behandeltund das Innere verwahrt. Es sind drei Schlösser, Judith; istkein Schlüssel da?"
„Ich habe nie einen gesehen; und doch müssen Schlüssel daseyn, da Hetty uns gesagt hat, sic habe den Schrank oft ge-öffnet gesehen."
„Schlüssel liegen so wenig in der Luft oder schwimmen imWasser, als Menschen, Mädchen; wenn ein Schlüssel da ist, somuß auch ein Platz seyn, wo er aufbewahrt ist."