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Bewegung verhehlen durch eine so verzeihliche Annäherung an Un-wahrheit, als eine ausweichende Antwort ist, obwohl durch weiblicheSchaam mächtig zu diesem Fehltritt versucht; „obwohl ich manch-mal denke, die Sünde werde mich am Ende besiegen, wenn Hurryso oft an den See kommt. Ich muß Euch die Wahrheit sagen,liebe Hist, weil Ihr mich fragt; aber ich würde zu Boden fallenund sterben in den Wäldern, wenn er es wüßte!"
„Warum er nicht selbst Euch fragen? Tapfer ausschen —warum nicht keck sprechen? Junger Krieger fragen müssen jungesMädchen; Niemand junges Mädchen zuerst reden machen. Mingo-Mädchcn selbst sich dessen schämen."
Sic sprach dieß mit Entrüstung und mit der edlen Wärme, dieein junges Weib von lebhaftem Geist empfinden mag, wenn sie dastheuerste Vorrecht ihres Geschlechts bedroht und gefährdet glaubt.Dieß Gefühl hatte aber wenig Einfluß ans die blöde, aber doch recht-lichgcsinnte Hetty, die, obwohl wesentlich weiblich in allen ihren Em-pfindungen, doch weit mehr auf die Bewegungen ihres eignen Herzensachtete, als daß sie sich um die Gebräuche bekümmert hätte, womitdas Herkommen das Zartgefühl ihres Geschlechts geschützt hat.
„Mich fragen? was?" fragte das erschrockene Mädchen miteiner Hast, welche zeigte, wie sehr ihre Furcht rege geworden war.„Mich fragen, ob ich ihn so gern habe, als meinen Vater! Oh!Ich hoffe, er wird nie eine solche Frage an mich richten, dennich müßte antworten, und das würde mich tödten."
„Nein — nein — nicht tödten, nur beinahe," versetzte dieAndere, unwillkührlich lächelnd. „Erröthen kommen machen —Schaam auch kommen machen: aber es nicht so gar lange bleiben:dann sich glücklicher fühlen als je. Junger Krieger muß jungemMädchen sagen, er sie zum Weibe machen wollen, sonst nie kannwohnen in seinem Wigwam."
„Hnrrh will mich nicht heirathen — Niemand wird michje heirathen wollen, Hist."