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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Jüngling in seiner Gegend schon einen großen Nomen Hot. Chin-gochgook ist dem Blute noch ein Mohikan, nach alter Gewohnheitzn den Dclawaren sich haltend, wie dich bei den Meisten seinesStammes der Fall ist; denn dieser ist längst durch das Ncberhand-nehmen unsrer Farbe gebrochen und zertrümmert worden. Er istvon der Familie der großen Häuptlinge; Uncos, sein Vater, ist derangesehenste Krieger und Nathgeber seines Volkes gewesen. Selbstder alte Tamenund ehrt Chingachgook, obgleich man ihn noch fürzu jung hält, im Kriege anznführen; und dann ist der Stamm sozerstreut und geschwächt, daß die Häuptlingschaft unter ihnen wenigMehr, als ein bloßer Name ist. Nun, nachdem dieser Krieg ernst-lich hcgonnen, verabredeten wir, ich und der Delaware, uns diesenAbend zur Stunde des Sonnenuntergangs an dem Bestellungs-Felsen, am Ende eben dieses See's zu treffen, in der Absicht,unser» ersten Kriegszug gegen die MingoS zn unternehmen.Warum wir gerade diesen Weg eingeschlogen, ist unser Geheim-nis;; aber nachdenkliche junge Männer auf dem Kriegspfod thun,wie Ihr Euch wohl denken könnt, Nichts ohne Berechnung undAbsicht."

Ein Delaware kann keine feindselige Absichten gegen unshaben," sagte Judith nach augenblicklichem Bedenken;und Euchkennen wir als einen Freund."

Verrath ist das letzte Verbrechen, hoffe ich, dessen man michwird auklagen können," versetzte Wildtödtcr, gekränkt durch denSchatten von Mißtrauen, der durch Jndith's Seele geflogen war;und am wenigsten Verrath gegen meine eigne Farbe!"

Niemand hat Argwohn gegen Euch, Wildtödter," rief dasMädchen mit Heftigkeit.Nein nein Euer ehrliches Gesichtwürde hinlängliche Bürgschaft für die Wahrheit von tausend Herzenseyn! Wenn alle Männer so redliche Zungen hätten, und nichtversprächen, was sie doch nicht zn erfüllen gemeint sind, würdeweniger Unrecht in der Welt geschehen, und schöne Federn und