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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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niederschießcn zu lassen am Hellen Tage. Es hängt non Euch ab,ob Friede oder Krieg zwischen uns ist; denn meine Gaben sindweiße Gaben, und ich gehöre nicht zu denen, die es für eine Hel-dcnthat halten, menschliche Sterbliche einzeln in den Wäldern zuerschlagen/' !

Der Wilde war nicht wenig betroffen bei dieser plötzlichen Ent-deckung der Gefahr, worin er schwebte. Er verstand jedoch einWenig Englisch, und merkte, wohin ungefähr des Andern Redezielte. Auch war er zu Wohl geübt und geschult, um Schreckenzn verrathen, sondern er ließ den Kolben seiner Büchse auf denBoden sinken und machte, mit einem Wesen, das Zuversicht aus-drückte, eine Geberde stolzer Höflichkeit. Alles das geschah mitder Selbstbeherrschung und Sicherheit eines Mannes, der keinenMenschen als über sich stehend anznerkennen gewohnt ist. Aberwährend er seine Nolle mit so vollendeter Kunst spielte, machtedoch der in ihm tobende Vulkan seine Augen sprühen und seineNüstern sich dehnen, wie bei einem wilden Thier, das plötzlich ge-hindert wird, den todbringende» Sprung anSzuführen.

Zwei Canoe," sagte er, in den tiefen Gntturaltönen seinerNace, die gleiche Zahl Finger cmporhaltend, um Mißverständnissezu verhüten;eins für Euch, eins für mich."

Nein, nein, Mingo, so geht es nicht. Euch gehört keins;und Ihr sollt auch keines haben, so lang ich es verhindern kann.Ich weiß, cs ist Krieg zwischen Eurem Volk und dem mehligen,aber das ist kein Grund, warum menschliche Sterbliche einandernmbringen sollten, wie wilde Creaturen, die sich in den Wäldernbegegnen! geht denn Eures Wegs und laßt mich den mcinigengehen. Die Welt ist groß genug für uns Beide; und wenn wiruns in ehrlicher Schlacht begegnen, nun dann wird der Herr überunser Beider Schicksal verfügen!"

Gut!" rief der Indianer;mein Bruder ein Missionär-großer Redner^ Alles von Manitou."