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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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anszusctzcn. Unter solche» Umständen daher zögerte er nicht eine»

Augenblick, sondern stürzte sich in de» Wald und suchte sich einenSchirm und Schild.

Gleich ans dem Vorsprung war ein kleiner offner Platz, theilsmit Graswuchs bedeckt, theils Ufcrplatz, aber ein dichter Saumvon Gebüschen umzog seine obere Seite. Wenn man an diesemschmalen Streif zwerghaftcr Vegetation vorüber war, gelangteman sogleich in die hohen, düstern Gewölbe des Waldes. Das Landwar einige hundert Fnß weit ziemlich eben und dann stieg es steilbergan. Die Bäume waren hoch, groß und so frei von Unterholz,daß sie gewaltigen unregelmäßig zerstreute» Säulen glichen, dieeine Kuppel von Laub tragen. Obwohl sie ziemlich dicht an ein-ander standen für ihr Alter und ihre Größe, konnte doch das Augein ansehnliche Entfernungen Vordringen, und selbst Schaaren vonMännern hätten unter ihrem Schutz mit Einsicht und Einverständ-niß ein Gefecht liefern können.

Wildtödter wußte, daß sein Gegner mit dem Laden beschäftigtsehn mußte, wenn er nicht geflohen war. Jenes war, wie sichzeigte, wirklich der Fall, denn kaum hatte sich der junge Mannhinter einen Baum gestellt, als er des Arms eines Indianers an-sichtig ward, dessen Körper hinter einer Eiche sich versteckte, wieer eben die ledernmwickclte Kugel in den Lauf stieß. Nichts wäreleichter gewesen, als vorspringen und die Sache entscheiden durcheinen Angriff aus der Nahe auf seinen unvorbereiteten Feind;aber jedes Gefühl WildtödterS empörte sich gegen einen solchenSchritt, obgleich eben erst sein Leben durch einen ähnlichen Angriffaus gedecktem Hinterhalt bedroht gewesen war. Er war nochnicht geübt in den mitleidslosen Maßregeln der Kriegführung derWilden, wovon er Wenig wußte außer durch Ueberlieferung undTheorie, und cs erschien ihm als ein unwürdiger Vorthcil, einenunbewaffneten Feind anzugreifen. Seine Farbe war dunkler ge-worden, sein Auge sprühte grimmig, sein Mund war znsammengczogcn