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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
129
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Siebentes Kapitel.

Du Gcqcnbild der wilde» Welt, die ichBewohnt, o Leman! Deine Wasser schwellenIn süßer Ruh! Zu tauschen mahnt sic michDer l§rde trübe Fluth für rcinrc Quellen.

Lautlos entführt der Kahn mich auf dem Hellen,Freundlichen See all meinem Leid! Wohl langLiebt' ich ein tobend Meer; doch deine Wellen,

Sic schmählcn sanft, wie Schwefle, stimmen Klang,Daß je so rauhe Lust so mächtig mich bezwang.

Byron.

Der Tag war so ziemlich angebrochen, als der junge Mann,den wir in der im letzten Kapitel geschilderten Lage verließen, dieAngen wieder öffnete. Sobald dies; geschehen, sprang er auf undsah sich um mit der Lebhaftigkeit eines Mannes, der plötzlich fühlte,wie wichtig es für ihn sey, sich eine genaue Anschauung von seinerStellung zu verschaffen. Sein Schlaf war tief und ungestört ge-wesen; und jetzt wachte er auf mit einer Klarheit des Geistes undeiner Entschlossenheit und Energie, die er in diesem Augenblick ge-rade wohl brauchen konnte.^ Die Sonne war zwar noch nicht auf-gegangen, aber das Gewölbe des Himmels prangte in jener herzcr-frcuenden sanften Röthe, die ,dcn Tag anführt und schließt', wäh-rend die ganze Luft erfüllt war von dem Gcjauchze der Vögel, denHymnen des gefiederten Geschlechts. Diese Töne verkündeten Wild-tödtcr zuerst die Gefahren, denen er ausgesetzt war. Die Luft,denn Wind konnte man es kaum nennen, war zwar noch gcliud,aber sie war doch im Laufe der Nacht etwas stärker geworden,und da die Canocs bloße Federn auf dem Wasser waren, warensic doppelt so weit fortgetrieben worden, als man berechnet hatte;und was noch gefährlicher, sie hatte» sich so sehr dem Fuß desBerges genähert, der hier steil von der östlichen Küste empor-stieg, daß das Gejauchze und Schmettern der Vögel ganz deutlichDer Wildlödler. z. Äufi. 9