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Sechstes Kapitel.
So sprach der abgefalliie Engel. PeinLitt er, und prahlte laut doch, aber tiefIn seinem Innern foltert' ihn Verzweiflung.
Milton.
Dald »ach Judiths Entfernung erhob sich ein leiser Südwind,und Hutter zog ein großes Naasegel auf, das einst das flatterndeTopsegel an einer Sloop von Albany gewesen, aber, mürbe ge-worden im Nuffangc» der Winde von Tappan, ausgemnstert undverkauft worden war. Es hatte eine leichte, zähe Tamarindenstange,die er im geeigneten Falle aufrichten konnte, und mit geringerArbeit ward sein Segel in ziemlich kunstgerechter Weise ausgebreitetund schwoll vom Winde. Die Wirkung auf die Bewegung derArche war von der Art, daß das Rudern nunmehr entbehrlichwurde; und nach etwa zwei Stunden sah man das Castell in derFinsterniß aus dem Wasser emporragsn, in einer Entfernung vonetwa hundert Schritten. Jetzt ward das Segel herabgelaffcn, undlangsam schwamm die Fähre dem Bau zu und ward angebunden.
Niemand hatte das Haus besucht, seit Hurry und sein Be-gleiter es verlassen. Man traf Alles in der Ruhe und Stille derMitternacht, eine Art Typus von der Einsamkeit einer Wildniß.Da man Feinde in der Nähe wußte, wies Hutter seine Töchteran, sich keiner Lichter zu bedienen; diesen Luxusartikel versagtensie sich meist während der warmen Monate, damit sie nicht alsLeuchtfeuer ihren Feinden ihren Aufenthaltsort verriethen.
„Bei klarem Tageslicht würde ich ein Heer von Wilden nichtfürchten hinter diesen stämmigen Blöcken, wenn sie kein Schutz-mittel hätten, sich dahinter zu verkriechen," setzte Hutter hinzu,nachdem er seinen Gästen die Gründe auseinandergesetzt, warum erden Gebrauch von Lichtern verbot; „denn ich habe drei oder vier