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gegen Hurry, als im Ernst. Jedenfalls aber sprach sie nichtohne Empfindung. Diesen Umstand bewies hinlänglich Judithsschönes Gesicht; und wenn der schuldbewußte March glaubte, nieeinen lebhafteren Ausdruck von Hohn und Verachtung daraufgesehen zu haben — Gefühle, denen sich die Schöne gern hingab —als während sie ihn anschante, so hatte es gewiß auch selten mehrweibliche Sanftmuth und Rührung gezeigt, als da ihre sprechendenblauen Augen aus seinen Neisegenossen geheftet waren.
„Verlaß uns, Judith," gebot Hutter streng, ehe noch Einerder jungen Männer antworten konnte, „laß uns; und kehre nichteher zurück, als bis du mit dem Wildpret und Fisch kommst. DaöMädchen ist verderbt worden durch die Schmeichelei der Ofsieiere,die manchmal ihren Weg hieher finden, Meister March, und Ihrwerdet ihr einfältiges Geschwätz Euch nicht kränken lassen."
„Ihr habt nie ein wahreres Wort geredet, alter Tom,"erwiederte Hurry, dem es siedend heiß ward bei Judiths Aeuße-rungen; „die teufelszüngigen Lassen von der Garnison haben sieganz verderbt! Ich kenne Jude kaum mehr, und werde mich baldentschließen, ihre Schwester zu bewundern, die nachgerade viel mehrnach meinem Geschmack ist."
„Es freut mich, das zu hören, Harry, ich sehe es als einZeichen au, daß Ihr allmählig zur rechten Besinnung kommt.Hctty würde eine viel zuverlässigere und vernünftigere Lebensge-nossin abgcben als Jude und würde auch höchst wahrscheinlich ammeisten Eurer Bewerbung Gehör geben, da die Ofsieiere, wie ichsehr fürchte, ihrer Schwester den Kopf verrückt haben."
„Niemand kann sich ein zuverläßigercs Weib wünschen alsHetty," sagte Hurry lachend, „obgleich ich nicht dafür stehenmöchte, daß sie das vernünftigste wäre. Aber das thut Nichts:Wildtödtcr hat mich nicht falsch verstanden, wenn Er gesagt, ichwürde mich auf meinem Posten finden lassen. Ich werde Euchnicht verlassen, Oheim Tom, im jetzige» Augenblick, was auch