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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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See und den Gürtel Wald, der ihn gleichsam hermetisch einschloß,als zöge er ihre Zeichen zu Rathe. Auch fand er keine beun-ruhigenden Spmptomc. Die grenzenlosen Wälder schlummertenin der tiefen Ruhe der Natur, der Himmel war heiter, aber nochhell und glänzend von dem Licht der scheidenden Sonne, währendder See lieblicher und freundlicher aussah, als den ganzen Tagüber. Es war eine wahrhaft beruhigende Scene, geeignet, dieleidenschaftlichen Gefühle in eine Art heiligen Friedens einzulullen.In wie weit sie jedoch diese Wirkung auf die Gesellschaft in derArche ansübte, muß aus dem weitern Verlauf unserer Erzählungerhellen.

Judith," rief der Vater, nachdem er diesen kurzen über-genau prüfenden Blick auf die Vorbedeutungen der Umgebung ge-worfen,die Nacht sicht vor der Thüre; schaffe Speise für unsereFreunde her; ein weiter Marsch schärft den Hunger."

Wir sterben nicht Hungers, Meister Hutter," bemerkteMarch,denn wir haben uns gesättigt, gerade wie wir den Seeerreichten, und ich meines Tlieils ziehe die Gesellschaft Judithsselbst ihrem Abendbrod vor. Dieser ruhige Abend ist ganz lieblichan ihrer Seite zu sitzen."

Natur ist Natur," bemerkte dagegen Hutter,und mußihre Nahrung haben. Judith, besorge die Mahlzeit und nimmdeine Schwester mit, dir zu helfen. Ich habe noch ei» Wenigmit Euch zu sprechen, Freunde," fuhr er fort, sobald seine Töchteraußer Gehörweite waren,und wünschte die Mädchen weg zuhaben. Ihr seht meine Lage, und ich möchte gern Eure Ansichtenhören, was Ihr zu thun für's Beste haltet. Dreimal habe ichschon mein Haus nicderbrennen sehen, aber das war ans demLand; nnd ich habe mich ziemlich sicher geglaubt, seit ich dasCastell gebaut und die Arche auf dem Wasser hatte. Meineandern Unfälle jedoch trugen sich in friedlichen Zeiten zu, undwaren nichts weiter, als solche Ungelegenheiten, wie sie Wohl einen

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