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„Das ist Mehr, als Ihr oder irgend ein Mensch sagen kann,"brummte Hutter. „Es gibt keinen Platz, so geeignet eine Truppezu verstecken, wie das Ufer ui» die Mündung; und der Augenblick,Wo wir an jenen Bäumen vorbeifahreu, und ins offne Wasser ge-langen, wird der gefahrdrohendste Zeitpunkt seyn, weil da der Feindnoch einen Versteck hat, während wir ihn verlieren. Judith, Mäd-chen, Du und Hetty überlaßt jetzt das Ruder sich selbst und rzehtin die Cajüte hinein, und hütet Euch, Eure Gesichter an einemFenster zu zeigen; denn diejenigen, die sie erblickten, würden sichnicht dabei aufhalten, ihre Schönheit zu rühmen. Und jetzt, Hurry,wollen wir selbst in dieß äußere Gemach treten, und durch dieThüre an dem Thau ziehen, wo wir Alle wenigstens vor einemersten Ucberfall sicher sehn werden. Freund Wildtödter, da dieStrömung jetzt gelinder ist , und das Tau den erforderlichen Zughat, so viel die Vorsicht gestattet, geht Ihr beständig von Fensterzu Fenster herum, hütet Euch aber. Euren Kopf sehen zu lasse»,wenn Euch Euer Leben lieb ist. Niemand weiß, wann oder wowir von unser» Nachbarn hören werden."
Wildtödter gehorchte mit einer Empfindung, die Nichts vonFurcht an sich hatte, wohl aber das ganze Interesse einer neuenund höchst aufregenden Situation. Zum erstenmal in seinem Lebenwar er in der Nähe von Feinden, oder hatte doch guten Grunddieß zu glauben, und dazu noch unter Umständen, wo das Schau-derhafte indianischer Ueberfälle und Listen ihm nahe gerückt war.Als er seine Stellung an einem Fenster einnahm, fuHr die Archegerade durch die schmälste Stelle des Flusses — den Punkt, wodas Wasser erst in das eigentliche Strombett sich ergoß, und wodie oben dicht verschlungenen Bäume das Wasser in einen Bogenvon Grün sich ergießen machten; — ein diesem Lande vielleicht soeigenthümlicher, auszeichnender Zug, als in der Schweiz der Um-stand, daß die Flüsse im buchstäblichen Sinne aus Kammern vonEis Hervorbrechen.
Der Wildtödter. z. Aufl.
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