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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
16
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Dann will ich dafür bürgen, daß er nicht lange Hause» wirdbei der armen Hctty, denn das Kind ist, wie gesagt, gar einfäl-tigen Geistes. Der alte Tom hat ein Gefühl für das Mädchen,und so auch Judith, so prächtig und raschen Witzes sie auch selbstist; sonst möchte ich nicht dafür stehen, daß ne ganz sicher wäreunter der Art von Männern, wie manchmal an das Ufer des See'skommen."

Ich dachte, das Wasser sey ein unbekannter und wenig be-suchter Platz," bemerkte der Wildtödter, dem cs sichtlich unbehaglichward beim Gedanken, der Welt zu nahe zu sehn.

So ist es auch ganz, mein Junge; nicht die Augen vonzwanzig Weißen Männern haben ihn erblickt! aber doch könnenzwanzig Grenzmänncr von ächtem Schrot und Korn, Jägerund Fallensteller unk Kundschafter und dergleichen genug Unheilanrichten, wenn sie den Versuch machen. Es wäre mir etwasEntsetzliches, Wildtödter, wenn ich nach einer Abwesenheit von sechsMonaten Judith verhciraihet fände!"

Habt Ihr des Mädchens Wort und Zusage, die Euch zubesserer Hofsnnug berechtigen?"

Ganz und gar nicht. Ich weiß nicht, was es ist. Ich sehegut genug ans, Junge! so viel kann ich in jeder Quelle sehen,worauf die Sonne scheint, und doch konnte ich die kleine Herenie zu einer Zusage oder auch nur zu einem herzlichgemeiute» Lä-cheln bringen, obgleich sie oft Stunden lang lacht. Wenn sie ge-wagt hat, in meiner Abwesenheit zu heirathen, wird sie wohl dieSüßigkeit des WittwcnstaudcS zu kosten bekommen, noch ehe siezwanzig Jahre alt ist!"

Ihr würbet doch dem Mann, den sic gewählt, Nichts zu Leidthun, Hurry, blos darum, weil sie ihn mehr »ach ihrem Geschmackgefunden, als Euch?"

Warum nicht? Wenn ein Feind meinen Weg durchkreuzt,sollte ich ihn nicht hinausschlagen? Seht mich an bin ich ein