„Ich würde nicht mehr an ein solches Weib denken, sondernmeinen Sinn ganz dem Walde zuwenden; der wird Euch nie täu-schen, beherrscht und bemeistert von einer Hand, die nie bebt."
„Wenn Ihr Judith kenntet, würdet Ihr sehen, wie viel leichterdieß zu sagen als zu thnn ist. Könnte ich mein Gemüth beruhigenWege» der Offiziere, so würde ich das Mädchen mit Gewalt an denMohawk entführen, sie zwingen mich zu heirathen, trotz ihrem flatter-haften Geiste, und den alten Tom der Sorge Hetty'S, seinerandern Tochter, überlaffen, die, wenn nicht so schön, noch von soschnellem Witz wie ihre Schwester, doch bei weitem die pflichtge-treuere ist."
„Ist denn noch ein Vogel in demselben Nest?" fragte Wild-tödter, sein Auge mit einer Art halberwachter Neugier empor-hebend, — „die Delawaren sprachen mir nur von Einer!"
„Das ist ganz natürlich, wenn es sich von Judith Hutter undHetty Hutter handelt. Hetth ist nur hübsch, während ihre Schwe-ster, das sag' ich dir, Knabe, ein Geschöpf ist, wie man es nichtmehr findet zwischen hier und der See; Judith ist so voll Witz,Beredsamkeit und Schlauheit, wie ein alter indianischer Redner,während die arme Hetty im besten Fall nur einen guten Willen,aber einen schwachen Verstand hat;* sie steht, möchte ich sagen,auf der Grenzscheide der Unwissenheit und manchmal taumelt sieauf die eine, manchmal auf die andere Seite hinüber."
„Das sind Geschöpfe, die Gott in seine besondere Obhut,nimmt," sagte Wildtödter feierlich; denn er sieht mit Sorgfaltauf Alle herab, die um ihr bescheiden Theil Vernunft zu kurzkommen. Die Rothhäute ehren und achten die so beschränkt Be-gabten, weil sie wissen, daß der schlimme Geist es mehr liebt, ineinem schlauen Wesen zu wohne», als in einem, das keinen tiefenVerstand hat, auf den er wirken kann."
* Hurrh macht hier einen, wegen des Wortspiels mit ,°o>»xa»s mvant us°und ,compos mrntis' unübersetzbaren Witz.