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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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War das arme Weib eine ungewöhnliche Sünderin, daß sichihr Gatte so viel Mühe mit ihrem Leichnam gab?"

Keine außerordentliche, obgleich sie wohl ihre Fehler hatte.Ich denke, daß Judith Hutter ein so christliches und eines gutenEndes so würdiges Weib war, als nur irgend Eine, die so langaußer dem Bereich des Läutens von Kirchcnglocken lebte; und ichmeine, der alte Tom versenkte sie wohl fast eher, um sich Mühezu ersparen, als daß er sich welche gemacht hätte. Es war frei-lich ein wenig Stahl in ihrem Temperament, und da der alteHutter ein ziemlicher Flintenstein ist, so gab es wohl hin undwieder Funken zwischen ihnen, aber im Ganzen konnte man sagen,daß sie sich freundschaftlich vertrugen. Wenn sie Feuer fingen, sowurden den Zuhörern solche Blicke in ihr früheres Leben zu Theil,wie man sie etwa in den dunkleren Theilen der Wälder bekommt,wenn ein verirrter Sonnenstrahl bis herab zu den Wurzeln derBäume dringt. Aber ich werde Judith immer Werth schätzen,da es immer Lob und Empfehlung genug für ein Weib ist, dieMutter eines solchen Geschöpfs, wie ihre Tochter, Judith Hutter,zu seyn."

Ja, Judith war der Name, den die Delaware» nannten,obgleich sie ihn auf ihre Weise anssprachen. Nach ihren Gesprächensollte ich nicht meinen, daß das Mädchen sehr nach meinem Ge-schmack wäre."

Nach deinem Geschmack!" rief March, ebenso über der Gleich-gültigkeit als über der Anmaßnng seines Genoffen Feuer saugend;was Teufels habt Ihr da von Eurem Geschmack zu schwatzen,und dazu noch, wenn es ein Weib, wie Judith, betrifft? Ihr seydnur erst ein Knabe ein Schößling, der kaum Wurzeln geschla-gen. Judith hat Männer unter ihren Anbetern gezählt, seit sieihr fünfzehntes Jahr zurückgelegt hat, was jetzt beinahe fünf Jahreher ist, und wird nicht Lust haben, auch nur einen Blick auf einhalbgewachsenes Bürschchen zu werfen, wie Ihr seyd."