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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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Sommersonncn hatten die Wipfel der edel» Eichen nnd Fichtenerwärmt, und ihre Glnt selbst bis in die zähen Wurzeln hinab-gesendet, als man Stimmen einander rufen hörte in den Tiefeneines Waldes, dessen lanbreiche Höhe in dem glänzenden Licht eineswolkenlosen JuniustageS schwamm, während die Stämme derBäume in dem Schatten unten in düstrer Größe sich erhoben.Die Anrufungen waren von verschiedenem Ton, und rührten un-verkennbar von zwei Männern her, die den Weg verloren hatte»,und jetzt in verschiedenen Richtungen den rechten Pfad wiedersuchten. Endlich zeugte ein jauchzender Schrei von glücklichemErfolg nnd im Augenblick darauf brach ein Mann hervor aus demverworrenen Labyrinth eines kleinen Sumpfes und trat in eineLichtung, welche theils durch die Verheerungen des Windes, theilsdurch die des Feuers entstanden zu seyn schien. Dieser kleine,offene Platz, der eine freie Ansicht des Himmels gestattete, obgleicher ziemlich angcfüllt war mit gefallncn Bäumen, lag »ebeneinem der hohen Hügel oder nieder» Berge, ans welchen beinahedie ganze Oberstäche der benachbarten Gegend bestand.

Hier ist ein Platz znm Athemschöpfc»!" rief der befreiteWaldmann, sobald er sich unter blauem Himmel befand, undschüttelte seinen gewaltigen Körper, wie ein Spürhund, der ebeneiner Schneewehe entronnen ist:Hurras)! Wildtödter; hier istwenigstens Tageslicht und dort der See!"

Diese Worte waren kaum gesprochen, als der zweite Waldmannbei dem Buschwerke des Sumpfes hervortanchte und ans demfreien Platze erschien. Nachdem er in der Eile seine Waffen und seine inUnordnung gekommene Kleidung wieder zurecht gemacht, kam er zu sei-nem Genossen heran, der schon Anstalten zu einem Aufenthalt machte.

Kennt Ihr diese Stelle?" fragte der als ,Wildtödter" Nnge-rufenc;oder habt Ihr so gejauchzt bei dem Anblick der Sonne?"

Beides, Junge, beides; ich kenne die Stelle und es thut mirnicht leid, einen so nützlichen Freund zu erblicken, als die Sonne