Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
11
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das beide Seiten des Falles in das völligste, jedesStrahls entbehrende Dunkel hüllte.

Nichts konnte die Einsamkeit, diefurchtbareMa-jestät dieses Ortes übertreffen. Das Gebrüll desWassers ersetzte dem Ohr, was die Nacht dem Augentzog. Unaufhörlich und ewig donnerte cs hinab inden Schlund, schoß dann aus dem schaurigen Beckenwieder hervor, daß es dem Anschein nach einen zwei-ten Fall bildete, und brauste weiter, bis ihm die dü-stere steile Klippe entgegen trat, gegen deren Fuß esmit erneuertem Toben anprallte und die schaumige,zornige Gischt bis zur Hälfte der grauen Höhe hin-auf warf.

An dieser ernsten, grausenhaften Stelle, wohlgeeignet für eine Unterredung der Art, wie sie zwi-schen Aram und Hausman allein möglich war, wel-che, was immer das Gehcimniß sein mochte, das diesebeiden Menschen so seltsam verknüpfte, nothwcndigden Charakter von etwasAeußerstem, Gesetzlosem in sichzu tragen auf welche, was ihren eigentlichen Gegen-stand betraf, Gefahr zu lauern, ja die ihre Färbungdem Tod selbst zu entnehmen schien: an dieserStelle hielt Aram still, und sah sich mit einem anFinsterniß gewöhnten Aug nach seinem Gefährten um.

Er wartete nicht lange; aus den tiefen Schattenwelche den Raum unmittelbar um den Gießbach herumgürteten, trat Hausman hervor und gesellte sich zadem Gelehrten. Der betäubende Lärm des Kata-rakts an dem Ort, wo fle zunächst zusammen trafen,