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das Himmelsgewölbe geheftet. Die seemännischen Studien hattenihn tiefer in die Astronomie eingeführt, als seine sonstige Erzie-hung hätte vermuthen lassen und bei seinem lebhaften Drange zurSpekulation hatten die Resultate dieser Wissenschaft die Phantasiedes jungen Mannes gar oft ergriffen, wenn sie auch sein Herzniemals zu rühren vermochten. Bis daher war auch er in denallgemeinen Jrrthum jeder beschränkten Forschung verfallen — erhätte nämlich in dem willkührltch gesteckten Bereiche seiner Ver-nunft eine Bestätigung seiner sonstigen Vermuthungen gefunden.Der furchtbare Augenblick aber, der ihm jetzt so nahe stand, konnteauch bei ihm seinen Einstuß nicht verfehlen und jener unbekannteAbgrund der Zukunft, über welchem er gleichsam nur noch anHaare schwebte, führte seinen Geist unfehlbar zu einem Sehnennach dem unbekannten Gotte.
„Weißt Du Wohl, Ghita," fragte er, „daß in Frankreich dieGelehrten behaupten, jene glänzenden Sterne scyen lauter Welten,welche höchst wahrscheinlich wie unsere Erde hier bevölkert sind unddenen gegenüber Letztere selbst nur wie ein Stern und zwar nichteinmal als einer von den größten erscheint?"
„Und was ist das Alles, Raoul, verglichen mit der Macht undMajestät Dessen, der das Weltall erschuf? Ach! denke nicht andie Geschöpfe Seiner Hand — denke lieber an Ihn, der sie ge-schaffen hat!"
„Hast Du jemals davon gehört, meine arme Ghita, daß desMenschen Geist im Stande war, Instrumente zu erfinden, um dieBewegungen aller dieser Welten zu erforschen und daß er selbst dieMacht besitzt, ihre Wanderungen mit Genauigkeit selbst auf Jahr-hunderte voraus zu berechnen?"
„Und weißt Du vielleicht, mein armer Raoul, was dieserMenschen Geist eigentlich ist?"
„Ein Theil seiner Natur — sein höchster Vorzug — der ihnzum Herrn der Erde erhebt."