586
„Ganz wie ich Euch sagte, Sir: 'S ist der Lugger — und —ich kann mich unmöglich täuschen. Ha! beim Jupiter! er kommtwie früher, doppsltgeflügelt vor dem Winde daher! Das scheintjetzt sein Lieblingsspiel zu sehn und man könnte glauben, er habenoch nicht genug daran bekommen."
Ein aufmerksamer Blick überzeugte Velverton, daß sein Kom-mandant Recht hatte. Selbst der Quartiermeister mußte seinenJrrthum eingestchen, wenn er es auch noch so »»gerne und nur mitWiderstreben that. Man durfte nicht länger zweifeln — es warder Lugger; doch konnte man ihn noch so wenig deutlich erblicken,daß man oft nur mit Mühe seine allgemeinen Umriffe zu unterschei-den vermochte. Seiner Richtung nach mußte er ungefähr eine Meilehinter dem Spiegel der Fregatte an dieser vorüberkommen: für jetztstand er noch etwa auf dreifachen Abstand windwärts von derselben.
„Er kann uns nicht sehen," bemerkte Cuffe nachdenklich. „OhneZweifel glaubt er uns windwärts und sucht jetzt aus unserer Nach-barschaft zu entkommen. Wir müssen wenden, ihr Herrn — jetzteben ist der günstige Moment dazu. Laßt die Fregatte vieren, Mr.Velverton: ich denke, es wird schon gehen."
Der Versuch wurde gemacht und gelang. Die Proserpina ar-beitete kräftig und Velverton verstand sie ganz nach ihrer Laune zulenken. In fünf Minuten hatte das Schiff gewendet und auf derSteuerbordseite bereits wieder Alles angehalt —- cnggereffte Kreuz-,doppeltgercffte Vor- und Hauptmarssegel, ein gerefftes großes Segelmit Allem, was sonst noch zu diesem gehörte. Um den Lugger nichtvorüberschlupfen zu lassen, hatte man ein wenig abgehalten, so daßdas Fahrzeug mit fünf bis sechs Knoten Geschwindigkeit vorwärts eilte.
Die nächsten fünf Minuten nahmen auf der Proserpina dasungetheilte Interesse aller Anwesenden in Anspruch. Der Nebelwurde immer dichter und jede Spur des Feu-Fvllet ging verloren.Als man ihn das letzte Mal gesehen hatte, war er gerade in derjetzigen Richtung der Fregatte mit seinen Doppelflügeln mehr ge-