539
flott zu machen, irgend einen stattlichen Engländer überfallen undentern könnte.
Ein solches Auskunstsmittel war es gerade, worüber er nach-dachte, als Jthuel, einem durch's Sprachrohr ertheiltcn Befehlegemäß, seine Prise dicht »eben den Lugger brachte und an denselbenbefestigte. Die Leute, welche den Amerikaner begleitet hatten, wurdenjetzt zum Frühstück entlassen, während Raoul ihren Führer einlud,sein frugales Mäht auf dem Hackbord mit ihm zu theilen.
Während des Essens erkundigte stch Raoul über Alles, waswährend der paar Stunden seit ihrer letzten Trennung vorgefallenwar. Jthuel hatte seine Erzählung bald beendigt, aber sein Zuhörervernahm mit nicht geringer Bestürzung, daß die Mannschaft derFelukke, sobald sie die Eroberung ihres Schiffes als unvermeidlichbetrachtete, ihr Boot bestiegen und stch nach dem Landungsplätzevon Scaricatojo geflüchtet hatte. Daraus ging hervor, daß derCharakter des gestrandeten Schiffes bekannt sehn mußte und jetztwar kaum mehr zu hoffen, daß die Engländer ihre Lage nicht nochim Lause des Morgens erfuhren.
Siebemiiidzwanzigstes Kapitel.
Zeht geh' voran;
Es drängt mich fort: mit Dir zn gehen
Heißt bleiben: mit Dir hier zu bleiben
Heißt gegen meinen Willen gehn, denn Du
Bist mir die ganze Welt, mein Himmel und mein Leben.
Milton.
Jthnels Nachricht mußte RaoulS Ansicht über ihre gegenwärtigeLage wesentlich anders gestalten. Ein rüstiger Fußgänger konntevon dem Strande am Fuß von Scaricatojo, wo die Mannschaftder Felukke gelandet hatte, in einer Stunde nach der Marina Grande