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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Der junge Mann gehorchte und jede Nerve seines Körperszitterte in dem Bewußtseyn seiner Schuld: dann eilte er nach demHintertheil, warf einen einzigen Blick auf die verzweifelte Lage desLuggers und stürzte sich mit dem seinem Volke eigenen Ungestümin die See, um nie wieder ans Tageslicht zn kommen. Der trau-rige Selbstmord wurde Raonl augenblicklich gemeldet.

von!" lautete seine Antwort.Hätte er es eine Stundefrüher gethan, so würde der Irrwisch jetzt nicht auf diesen Klippenwie auf einer SchiffSwerfte aufsttzen. Mais, mes enlwnts, eouraxe!Wir wollen doch sehen, ob unser schöner Lugger nicht mehr zuretten ist.»

Die stoische Kälte und Bitterkeit in dieser Antwort war gleich-wohl frei von jeder überlegten Grausamkeit. Raoul liebte zu-nächst nach Ghitaunter allen Dingen dieser Welt seine» Luggeram meisten und in seinen Augen galt cS für eine unverzeihlicheSünde, ihn während einer Windstille, wie hier geschehen, Schiff-bruch leiden zu lassen.

Gleichwohl war der gegenwärtige Fall keiner von den selten-sten. Schiffen ergeht es häufig wie Menschen, die in einem Ueber-maß von Zuversicht ihren Untergang finden und die amerikanische Küste wegen der Regelmäßigkeit ihres Ankergrundes für den vorsich-tigen Seemann in der ganzen bekannten Welt eine der sicherstenhat manches ähnliche Unglück aufzuzählen, das bloS deshalb möglichwar, weil gar kein Borzeichen von Gefahr zu ersehen gewesen.Unser Held würde sich selbst eine solche Nachlässigkeit niemals ver-geben haben und das, was die Eigenliebe uns selbst zu übersehenverbietet, wird nicht leicht aus Menschenliebe Verzeihung finden.

Die Pumpen fingen an zu sondiren und man überzeugte sichbald, daß der Lugger so sachte und ohne alle Verletzung seiner Fugenin sein jetziges Bette eingelaufen war, daß er noch fest wie eineFlasche zusammenhielt. Dieß gewährte noch so viel Hoffnung aufeine Rettung des Schiffes, als die Umstände nur immer gestatten mochten.