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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
495
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Schweigsamkeit oft Etwas hörte, was den Sinnen der Anderen ent-ging.Ich habe schon seit einiger Zeit den Schlag ihrer Rudervernommen."

Alsbald stellten die beiden Seemänner das Gespräch, ja selbstdas Rudern ein, um desto ungestörter horchen zu können. In derThat ließ sich sowohl seewärts als gegen das Land hin der Klangvon Rudern vernehmen und cS blieb kein Zweifel, daß noch einigeVerfolger hinter ihnen waren.

Dieß brachte die Flüchtlinge gleichsam zwischen zwei Feuer undJthuel schlug vor, nochmals in einem rechten Winkel zu gieren,um dem gesammten Haufen in den Rücken zu kommen. Aber Raoulwidersetzte sich diesem Vorhaben und meinte, die Hinteren Boote seyennoch so fern, daß sie recht wohl das Ufer erreichen und glücklichentfliehen könnten. Hatte man einmal die Felsen erreicht, so war nurnoch wenig Gefahr vorhanden, in der Dunkelheit überfallen zu werden.

Da übrigens Raoul vor Allem daran lag, den Lugger nachGhita's Landung so bald wie möglich zu erreichen, so wollte er auchsein Boot keiner allzu großen Gefahr aussetzen. Dieß veranlaßtedenn eine ernstliche Beraihung: endlich wurde beschlossen, einen Mit-telweg einzuschlagen und in den Kanal zwischen Capri und Campa-nella zu steuern, in der Erwartung, die englischen Boote würden,wenn sie letztgenanntes Vorgebirge erreicht hätten, die Verfolgungals hoffnungslos ausgegeben und nach ihrem Schiffe.zurückkehren.

Wir können Dich bei der Marina Grande von Sorrento ansLand setzen, theuerste Ghita; von da aus hast Du nur einen kurzen,leichten Spaziergang nach St. Agata."

Sorge nicht für mich, Raoul; setze mich am nächsten bestenPunkte ans Land und suche dann nur Dein Schiff zu erreichen. Gotthat Dich aus dieser großen Gefahr befreit und Deine Pflicht ist esjetzt, so zu handeln, wie Er es offenbar von Dir erwartet. Wasmich betrifft ich will gerne meilenweit gehen, wenn ich nur über-zeugt seyn darf, daß Du in Sicherheit bist."